Hätten die Flammen übergreifen können? Urteil zu Moschee-Brand wohl am 13. Februar

Landgericht Hagen

Im Prozess um den Moschee-Brand will das Hage­ner Schwurgericht am 13. Fe­bruar das Urteil gegen den angeklagten Castrop-Rauxeler verkünden. Am Freitag wurden noch Feuer-Fachfragen geklärt.

Hagen/Castop-Rauxel

, 01.02.2020, 19:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hätten die Flammen übergreifen können? Urteil zu Moschee-Brand wohl am 13. Februar

Der Angeklagte und seine Verteidiger beim Prozessauftakt am 4. Dezember 2019. © Jörn Hartwich

Mit der Vernehmung eines Brandsachverständigen ist am Freitag der Prozess um den Brand in einer Hagener Moschee fortgesetzt worden.

Die noch zu klärenden Fragen lauteten: Hätte das in einer Art Eingangstunnel des Hauses mit der Moschee ausgebrochene Feuer schlimmstenfalls auch auf weitere Gebäudeteile übergreifen können? Oder wäre es wahrscheinlich von alleine ausgegangen?

Großfeuer unterm Strich „eher unwahrscheinlich“

Der Brandsachverständige stufte ein mögliches Übergreifen der Flammen unterm Strich als „eher unwahrscheinlich“. Hätte die Feuerwehr nicht so schnell eingegriffen, die Holzdecke im Vorraum zwar weitergebrannt, die Bruchteile wären dann irgendwann wohl einfach runtergefallen.

Der drogenabhängige Castrop-Rauxeler hatte bereits zugegeben, am 25. Mai 2019 mit seinen Hunden in Hagen gewesen zu sein. Er habe im Eingangsbereich des Hauses, in dem sich die Moschee befindet, uriniert und dazu eine brennende Zigarette auf eine Mülltonne abgelegt. Dadurch sei später das Feuer entfacht. „Ich habe nicht aus böser Absicht gehandelt“, hatte der 53-Jährige beteuert.

Nur das hölzerne Vordach nahm Schaden

Die Staatsanwaltschaft hat den wegen Brandstiftung vorverurteilten Castrop-Rauxeler mit Blick auf einen Anschlag wegen 50-fachen Mordversuchs angeklagt. Bei dem Feuer war das hölzerne Vordach des Hauses in Mitleidenschaft gezogen worden. Hausbewohner kamen nicht zu Schaden. Das Urteil fällt wohl am 13. Februar.

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