Der Hagebaumarkt hat noch geschlossen, Pflanzen wie auf dem Foto gibt es in der Regel nicht, sondern nur für bestimmte Aktionen. © Hagebaumarkt
Corona-Lockdown

Hagebaumarkt in Castrop-Rauxel weiter geschlossen: Das sind die Gründe

Bau- und Gartenmärkte dürfen mitten im Lockdown wieder öffnen. Der Hagebaumarkt in Castrop-Rauxel ist weit und breit der einzige, der geschlossen bleibt. Das hat mehrere Ursachen.

Seit ein paar Tagen gelten Corona-Lockerungen für Bau- und Gartenmärkte. Auch Privatkunden dürfen nun wieder dort einkaufen. Zwar (noch) keine Farben und Werkzeuge, aber Saatgut, Gemüsepflanzen und „Waren des unmittelbaren Zubehörs“ dürfen verkauft werden. Bei den frühlingshaften Temperaturen nutzen das viele Menschen. Nicht aber beim Hagebaumarkt in Castrop-Rauxel.

Jörg Langenhorst, Inhaber des Hagebaumarkts am Westring, hält seinen Markt weiter geschlossen. Er wartet auf das Ende des Lockdowns für den Einzelhandel. Und mit ihm seine 17 Mitarbeiter. Die Saisonware ist platziert. Alle hoffen auf den 8. März. In anderen Baumärkten der Region dagegen, auch in den Hagebaumärkten in Dortmund-Oestrich oder Bochum-Langendreer, läuft das eingeschränkte Geschäft wieder.

„Wir halten uns streng an die Corona-Regeln“, sagt Jörg Langenhorst. Natürlich könne er auch wieder öffnen, aber das zugelassene Angebot sei bei ihm zu klein. „Wir haben kein angeschlossenes Gartencenter, keine Pflanzen, keine Schnittblumen“, sagt der Inhaber des Castrop-Rauxeler Marktes auf Anfrage unserer Redaktion. Die Kunden vorbei an abgesperrten Flächen zu ein paar Metern Regalwand mit Samen zu führen, das mache keinen Sinn.

Es kommen vor allem Privatkunden in den Markt

Dazu kommt, so Langenhorst, dass seine Kunden überwiegend Privatkunden seien. Gewerbetreibende, für die Baumärkte auch während des Lockdowns öffnen konnten, gebe es nur sehr wenige. „Die Handwerker aus Castrop-Rauxel sind im Fachhandel unterwegs“, sagt der Unternehmer. Deshalb gibt es auch kein Click & Collect bei ihm. Online bestellen könne man natürlich über den Hagebau-Onlineshop, das werde dann geliefert.

3000 Quadratmeter Fläche hat der Baumarkt. „Es gibt Märkte, die sind fünfmal so groß“, sagt Jörg Langenhorst. „Wir erfüllen hier eine Nahversorgerfunktion.“

30. Geburtstag soll erst später mit Jubiläumsangeboten gefeiert werden

Das alles seien also Gründe, „noch mal zwei Wochen die Füße still zu halten“. Das auch, so fügt er hinzu, vor dem Hintergrund, dass Castrop-Rauxel im Kreis Recklinghausen die höchste Corona-Inzidenz habe. Das Hygiene- und Abstandskonzept aus dem vergangenen Jahr sei erprobt. „Wir werden wieder Eingangskontrollen haben.“

Am 21. März kann gefeiert werden. „Wir haben dann genau vor 30 Jahren eröffnet“, sagt er. Große Aktionen mit Jubiläumsangeboten zum runden Geburtstag werde es aber erst später geben, wenn die Lage sich entspannt habe. Dabei hat Jörg Langenhorst die Corona-Pandemie im Blick: „Wir müssen das ja nicht noch künstlich befeuern.“

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen
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