Halloween in Corona-Zeiten: Süßigkeiten sollen vor Tür platziert werden

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Vor allem bei Kindern ist die Vorfreude auf das nahende Halloween-Fest groß. Doch das Highlight, eine große „Süße-oder-Saures“-Tour, wird in Corona-Zeiten nicht wie gewohnt stattfinden können.

Castrop-Rauxel

, 28.10.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ersten Häuser in Castrop-Rauxel sind bereits geschmückt. Dort, wo sonst bunte Blumen, besondere Figuren und andere Dekorationen im Vorgarten stehen, lassen nun Kürbisse, Skelette und Spinnennetze das Gruselherz höher schlagen. Doch die große Halloweenparty am 31. Oktober wird in diesem Jahr ausfallen.

Suche nach anderen Möglichkeiten

In Amerika ist Halloween bereits seit Jahrzehnten ein riesiges Event und auch in Deutschland ist die Gruselshow auf dem Vormarsch. Angesichts der derzeitigen Situation gilt es allerdings sowohl für kleine als auch für große Gespensterfans in Castrop-Rauxel, bestimmte Regelungen zu beachten.

Auch in der Facebook-Sprechstunde von Bürgermeister Rajko Kravanja am Montagabend war Halloween ein Thema. Angesprochen auf die Frage, wie mit den beliebten „Süßes-oder-Saures“-Touren umgegangen werden solle, antwortete Kravanja: „Ich glaube, es geht darum, dass man klingelt, den Korb hinstellt, und die Leute was reinlegen. Ich finde, das ist eine gute Möglichkeit. Aber es gibt auch Leute, die keinen Kontakt wünschen. Dann kann man ja auch einen Korb mit Süßigkeiten vor die Tür stellen.“

Grundsätzlich rate die Stadt dringend von allen nicht notwendigen Zusammenkünften ab, erklärt Sprecherin Uta Stevens. Dieser Grundsatz sei auch beim Gang von Tür zu Tür zu beachten. „Es gelten die derzeitigen Bestimmungen und diese schließen auch die Übergabe von Süßigkeiten mit ein, beziehungsweise die Suche nach Alternativen, die Süßigkeiten mit Abstand zur Haustür zu platzieren“, so Stevens.

Halloween kein herausragender Anlass

Bei einigen Castrop-Rauxelern scheinen die Pläne für die „Süßes-oder-Saures“-Touren derweil schon fortgeschritten zu sein, denn in den sozialen Medien werden bereits erste Vorgehensweisen diskutiert. So appellieren mehrere User auf Facebook, dass die Kinder an den Haustüren klingeln, einen Korb abstellen und etwas Abstand nehmen sollten. Anschließend könnten dann Süßigkeiten in den Korb gelegt werden. Das Ansteckungsrisiko werde somit reduziert.

Fernab der traditionellen Süßigkeitenjagd betont die Stadt allerdings, dass auch an Halloween die derzeit geltenden Corona-Regeln einzuhalten seien. Dazu gehört unter anderem die Begrenzung der Gruppengröße im öffentlichen Raum.

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„Auch an Halloween gilt unter anderem die Regel, dass sich maximal fünf Personen treffen dürfen. Private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung dürfen lediglich aus herausragendem Anlass stattfinden – dazu zählt eine Halloweenparty nicht“, so Stadtsprecherin Uta Stevens.

Große Halloweenpartys bleiben also untersagt. Zeitgleich habe auch die Maskenpflicht Bestand. „Wer dagegen verstößt, muss weiterhin mit einem Bußgeld von 50 Euro rechnen“, betont Stevens.

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