Hitze-Feuer: Deutscher Wetterdienst warnt vor möglichen Bränden – Stadt gibt Hinweise

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Bei extremen Temperaturen und unüberlegtem Verhalten kann es schnell passieren, dass aus einer weggeworfenen Kippe ein riesiger Flächenbrand wird. Folgende Hinweise sind zu beachten.

Castrop-Rauxel

, 27.07.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Heiß und trocken. Das ist zumindest für die Natur keine gute Kombination. Erst kürzlich gab es einen Flächenbrand in Dortmund Nette. Vier bis Fünf Hektar Feld sind dabei verbrannt.

Der Sprecher der Landwirte in Castrop-Rauxel, Heinrich Wiesmann, schätzt, dass dabei 10.000 bis 15.000 Euro Verlust gemacht wurden. „Die Gefahr ist sehr hoch“, sagt er.

Das Feuer breitet sich rasend schnell aus

Erntemaschinen würden auf den Feldern heißlaufen, dadurch komme es leicht zu einem Brand. „Dann muss der Bauer schnell sein und das Gebiet verlassen. Das ist höllisch gefährlich.“ Das Feuer breitet sich auf den trockenen Feldern rasend schnell aus.

Präventive Maßnahmen gegen Brände gibt es laut Landwirt Wiesmann nicht. Man könne die Felder nicht etwa wässern um Brände zu verhindern. „Die Felder müssen trocken sein, um ernten zu können.“ Nur ein könnte Feuerlöscher helfen.

Höchste Gefährdungsstufe für Flächenbrände

„So extrem trocken war es noch nie“, sagt Wiesmann. Das erhöht die Brandgefahr erheblich. Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: die Gefährdungsstufe fünf von fünf für Grasland ist ausgerufen.

Auch Wälder sind von der Hitze bedroht. Der DWD hat hier die Gefährdungsstufe vier von fünf für drohende Waldbrände ausgerufen.

Hitze-Feuer: Deutscher Wetterdienst warnt vor möglichen Bränden – Stadt gibt Hinweise

Auf der Karte ist zu erkennen, wo hohe Grasbrandgefahr herrscht. © Screenshot Deutscher Wetterdienst

Brände haben meist nur geringe Auswirkungen auf Bürger

Wald- und Flächenbrände sind nicht zu unterschätzen, dennoch teilt die Stadt mit, dass Brände meist nur geringe Auswirkungen auf die Bürger haben. „Ohne nennenswerte Windverhältnisse breitet sich Brandrauch durch die Wärmeströmung nach oben aus und vermischt sich mit der Umgebungsluft“, teilt die Pressesprecherin Nicole Fulgenzi mit. So dürfte sich die Beeinträchtigung oft auf Rauch- und Geruchsbelästigungen beschränken.

So kommt es erst gar nicht zum Brand

Damit es aber erst gar nicht zu Bränden kommt, gibt die Feuerwehr Hinweise:

  • Es sollten keine brennenden Zigarettenkippen weggeworfen werden.
  • Das Rauchen im Wald ist verboten.
  • Beim Grillen mit offenen Feuer sollte immer ein voller Eimer Wasser bereit stehen. Im Notfall kann man so schnell eingreifen und löschen.
  • Glas sollte nicht achtlos weggeworfen werden.
  • Auf das Abflämmen von Unkraut sollte man verzichten.
  • Bei Feuer oder Rauchentwicklung: Sofort den Notruf 112 wählen.
  • Bürger können sich über die NINA Warn-App (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) und über die Cas-App informieren.

In diesem Jahr gab es bisher 4 Flächenbrände in Castrop-Rauxel. Im Jahr 2018 waren es 12 Brände.

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