Mit Nägeln gespickte Wurststücke: Auch solche bösen Funde haben Tierhalter schon machen müssen. © Berthold Fehmer (Archiv)
Tiere

Hund verendete nach 12 Stunden: Gehen in Castrop-Rauxel Hundehasser um?

Ein Hund ist an Gift verendet, an anderer Stelle wurden Nägel in Bäumen und Frikadellen mit Rasierklingen gefunden. Gehen in Castrop-Rauxel Hundehasser mit fiesen Mitteln gegen Tiere vor?

In den Sozialen Netzwerken waren in den vergangenen Tagen unter Castrop-Rauxeleren wieder Attacken von Hundehassern ein großes Thema. Gleich drei Vorfälle wurden gemeldet, bei denen mindestens ein Hund sogar ums Leben gekommen sein soll.

Aktuell gemeldet wurde am Montag (19.4.) in der Gruppe „Du bist Castroper wenn“ ein Fall, der sich vergangenen Montag am Merklinder Sportplatz ereignet haben soll. Man solle dort auf seine Vierbeiner aufpassen, weil es in Merklinde wieder vermehrt Giftköder gebe. Ein Hund habe dort „Rattengift oder so gefressen haben“ und sei nach nur zwölf Stunden daran verstorben.

Ein weiterer Fall betrifft den Bereich der Ohmstraße in Habinghorst. Hier soll ein Tierhasser Bäume mit Nägeln präpariert haben. So zu lesen in der Facebook-Gruppe „Vermisste und gefundene Tiere in Castrop-Rauxel“. Damit aber nicht genug: Es seien auch Scherben und Dachpfannen an Baumstämmen und Gebüschen befestigt worden, um so Katzen, Hunde und andere Tiere zu verletzen.

Frikadellen mit Rasierklingen präpariert

Bereits vergangene Woche sollen zudem auf einem Feld zwischen Obercastrop und Merklinde Frikadellen gefunden worden sein, die mit Rasierklingen präpariert waren. Darüber sei die Polizei informiert worden, auch Frikadellen-Stücke seien dort abgegeben worden. Bei der Polizei sind allerdings nach Angaben von Polizeisprecherin Annette Achenbach noch keine Anzeigen eingegangen.

Bei der Stadt Castrop-Rauxel ist dagegen ein Hinweis auf die mit Nägeln bestückten Bäume eingegangen, bestätigt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann. Die Menschen, die den Hinweis gegeben hätten, haben aber nach eigenen Angaben die Gegenstände selbst entfernt. Weitere Konsequenzen könnten aktuell nicht gezogen werden.

Hilleringmann weist darauf hin, dass der Versuch, Tiere mit dem Auslegen von Giftködern zu töten, eine Straftat darstelle und daher die Polizei erster Ansprechpartner sei, falls man einen entsprechenden Fund mache.

Polizei nimmt jeden Hinweis von Hundehaltern ernst

Grundsätzlich gebe es immer wieder Hinweise auf solche Attacken mit Gift, Nägeln, Nadeln oder anderen spitzen Gegenständen. „Wir nehmen jeden Hinweis dazu sehr ernst und können Hundehaltern nur raten, mit ihren Vierbeinern gerade im freien Gelände vorsichtig zu sein“, so Annette Achenbach.

Die Hinweise betroffener Hundehalter haben auf Facebook zu vielen Reaktionen geführt. Hunderte von Kommentaren unter den verschiedenen Meldungen belegen die Sorgen, die sich viele Menschen um ihre Hunde machen: „Oh Gott, hört das nie auf? Die wissen nicht, wie viel Leid sie einem Hundebesitzer antun und das letzte Mal in Dortmund war es eine Frau, die Giftköder verteilt hat.“ Dieser Kommentar steht stellvertretend für eine Vielzahl anderer und bezieht sich darauf, dass auch im nahen Dortmunder Westen zuletzt einige Vorfälle gemeldet worden sind, bei denen es Hundehasser auf Tiere abgesehen hatten.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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