Gekläffe aus Oberster Vöhde geht Nachbarn tierisch auf die Nerven

hzHunde-Gebell

Den elf Parteien, die an der Wilhelmstraße 87 zu Hause sind, geht das Hunde-Gebell in der Wohnsiedlung Oberste Vöhde tierisch auf die Nerven. Was Welpen damit zu tun haben.

Dorf Rauxel

, 11.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Bewohnern der Eigenstumsanlage an der Wilhelmstraße 87 in Dorf Rauxel geht das Hunde-Gebell in der Wohnanlage Oberste Vöhde tierisch auf den Geist. „Das Gekläffe geht von morgens bis abends in einer Tour, das halten selbst die stärksten Nerven nicht aus“, sagt Reiner Simon.

Der 61-Jährige hat sich nach eigenem Bekunden schon vier Mal in dieser Sache ans Ordnungsamt der Stadt gewandt. „Aber ich habe das Gefühl, das reicht nicht, damit Besserung eintritt“, sagt Simon, der auch im Namen der anderen zehn Wohnparteien spricht. „Hier regen sich alle auf“, erklärt Simon, der auch schon bei der Polizei war.

Die Beamten dort hätten ihm aber erklärt, dass das Ordnungsamt in diesem Fall zuständig sei. Die Belästigung habe sich durch den ganzen Sommer hingezogen, so Simon. Und für die Betroffenen besonders nervig: Ihre Schlafzimmer gehen alle zur Seite der Obersten Vöhde aus. Selbst bei der großen Hitze hätten sie die Fenster nachts nicht öffnen können. Für den größten Quell ihrer Beschwerde haben Simon und seine Nachbarn eine Erdgeschosswohnung in der Wohnanlage Oberste Vöhde ausgemacht.

Vier ausgewachsene Hunde und sieben Welpen

Es handele sich um eine Mutter mit Tochter, beide hätten jeweils zwei Hunde, dazu kämen sieben Welpen. „Wir werden hier echt wahnsinnig“, so Simon. Hat er versucht, die Hundebesitzerinnen auf das Problem anzusprechen? Ja, sagt der 61-Jährige, aber da seien dann Worte gefallen, die er nicht wiedergeben möchte.

Gekläffe aus Oberster Vöhde geht Nachbarn tierisch auf die Nerven

Reiner Simon im Garten vor der Wohnanlage Oberste Vöhde. Auch die dicke Koniferen-Hecke schluckt das Hunde-Gebell nicht. Simon: „Es nervt ungemein.“ © Schlehenkamp

Er wisse, dass Mitarbeiter des Ordnungsamts und Kreisveterinäramt mit der zuständigen Veterinärärztin mittlerweile vor Ort gewesen seien. Man habe ihm geraten, noch zwei, drei Wochen abzuwarten, wie sich das Ganze entwickele. „Wir haben aber doch Anspruch auf Ruhe, zumindest nachts und in der Mittagszeit“, sagt Simon. Er wird sich aber tatsächlich noch gedulden müssen.

Situation angespannt und mit Lärm verbunden

Die Stadt hat bestätigt, dass in der Wohnung ausgewachsene Hunde und Welpen leben. Dadurch sei die Situation zeitweise angespannt und mit erhöhtem Lärm verbunden. Die Halterin vermittele derzeit nach Möglichkeit alle Welpen. Dabei achte sie darauf, dass die Tiere ein gutes Zuhause fänden, was Zeit brauche, habe sie gegenüber der Behörde gesagt.

Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi: „Sie wurde darauf hingewiesen, Sorge zu tragen, dass die Hunde sich ruhig verhalten und besonders in den Ruhezeiten nicht zu laut sind.“ Wie üblich habe die Verwaltung eine Frist eingeräumt, den Lärm zu reduzieren und die Ruhezeiten einzuhalten. Nach Ablauf dieser Frist werde der Bereich Ordnung und Sicherheit die Situation noch einmal überprüfen. Wie lange diese Frist dauert, teilte die Stadt nicht mit.

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