Im Juli braucht der Garten besonders viel Pflege

Dieters Gartentipp

CASTROP-RAUXEL Liebe Natur- und Gartenfreunde! Erinnern Sie sich noch an den 27. Juni? Der Siebenschläfer-Tag! Das Wetter dieses Tages gilt sozusagen als Omen für die nachfolgenden sieben Wochen. Es war ein sonniger Tag, erst gegen Abend kam Schwüle auf.

von Von Dieter Sebastian

, 14.07.2009, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Juli braucht der Garten besonders viel Pflege

<p>Die Tomaten benötigen zu dieser Jahreszeit eine ausreichende Nährstoffversorgung. dpa</p>

Und nun haben wir den schwülen Sommer. Damit wird das Gießen zur Hauptarbeit im Garten, auf dem Balkon und auf der Terrasse. Es ist ratsam, nur (etwa zweimal pro Woche den Garten über eine längere Zeit und dadurch durchdringend zu bewässern. Aber möglichst zeitig in der Frühe gießen beziehungsweise wässern - auf keinen Fall in der prallen Mittagssonne.

Pflanzen in Töpfen, Kästen und Kübeln können besonders schnell austrocknen - sie brauchen daher täglich Gießwasser. Hängende Pflanzen (Blumenampeln) müssen oft morgens und abends gegossen werden. Sollten Sie in den nächsten Tagen in den Urlaub fahren, dann stellen Sie ihre Kübel und Kästen zumindest in schattige Bereiche von Terrasse und Balkon.

Im Garten können Sie die Gemüsekulturen durch aufgebrachtes Mulchmaterial vor Austrocknung schützen; zum Beispiel angetrockneter Rasenschnitt, gegebenenfalls mit Heckenschnitt vermischt.

Tomaten lieben feucht-warmes Wetter Die Tomaten lieben dieses feucht-warme Wetter. Sie wachsen und bilden dabei stets neue Triebe. Diese müssen jedoch immer wieder ausgegeizt werden (Entfernen der Seitentriebe).

Als starkzehrende Pflanzen benötigen die Tomaten jetzt einmal wöchentlich eine ausreichende Nährstoffversorgung, am besten mit einer stickstoffhaltigen Pflanzenjauche oder einem entsprechenden flüssigen Handelsdünger. Auch Kohl und Kürbisse sollten in gleicher Weise mitversorgt werden.

Bei der augenblicklichen Wetterlage kann sich bei Tomaten schnell die Krautfäule (ein Pilz) breit machen. Vorbeugend kann Schachtelhalmbrühe oder ein entsprechendes Präparat aus dem Fachhandel gespritzt werden.

Weitere Tipps:

• Erdbeerpflanzen aus Ablegern heranziehen, später auspflanzen und gut angießen.

• Geräumte Erdbeerkulturen unbedingt mit kalihaltigem Gießmittel nachdüngen.

• Die Erdbeerbeete mit Kompostgaben versorgen.

• Abgeerntete Himbeerruten bis zur Basis wegschneiden.

• Ende des Monats Sommerschnitt bei Apfel und Birne möglich.

• Staudengewächse und Ziersträucher liefern jetzt brauchbare Stecklinge.

• Küchenkräuter (wie Basilikum, Estragon, Salbei, Thymian) kurz vor der Blüte ernten.

• Bohnenkraut und Oregano erntet man am besten nach Blühbeginn.

• Porree jetzt anhäufeln - dann entwickeln sich prächtige weiße Stangen.

• Zweijahresblumen (zum Beispiel Akelei, Bartlack, Löwenmäulchen, Stiefmütterchen, Stockrosen, Vergissmeinnicht) aussäen.

• Rosen werden nun letztmalig für dieses Jahr gedüngt - zum Beispiel mit 40 Gramm Hornspäne je Quadratmeter.

• Der Rückschnitt abgeblühter Stauden und Sommerblumen ermöglicht eine zweite Blüte.

• Hochwüchsige Stauden (wie Phlox, Rittersporn, Sonnenhut, Stockrosen) sollten mit Stützstäben vor dem Umknicken gesichert werden.

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