Initivative Pro Wagenbruch kämpft gegen die L 654n

Umgehungsstraße

MERKLINDE Die Initiative Pro Wagenbruch möchte die Umgeheungsstraße L 654n verhindern. Dabei setzt sie vor allem auf den Widerstand der Landwirte.

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 08.07.2009, 08:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Initivative Pro Wagenbruch kämpft gegen die L 654n

Die Initiative Pro Wagenbruch kämpft gegen den bau der L 654n.

Wie unsere Zeitung in der vergangenen Woche berichtete, will der Landesbetrieb Straßenbau die vorläufige Studie erst im September gemeinsam mit der Studie für Schwerin im Arbeitskreis erörtern. „Warum wird das politisch nicht erörtert?“, fragt Burkhard Sibbe. Wilhelm Kremerskothen, Landwirt aus Schwerin, hebt den Arm im Maisfeld, das er und sein Bruder bewirtschaften. „Hier soll die neue Straße hergehen,“ sagt er. „Vielleicht 30 Meter an unserem Haus vorbei“, erklärt Christina Thawe.

Die Initiative zweifelt die Zahlen an und die Notwendigkeit besonders des Merklinder Teilstücks. „Mit 2,3 Millionen Euro kommen die hier niemals aus“, meint Kremerskothen. Die letzte bekannt gewordene Verkehrszählung sei von 2006, sagt Thawe, seinerzeit seien 6000 Autos ermittelt worden. Natürlich wissen sie von der Problematik des Brummi-Verkehrs auf der Gerther Straße. Dass die Stadt Bochum auf Kosten der Castrop-Rauxeler ihr Gewerbegebiet an der Dieselstraße durchgezogen hätten, sei von der Regionalplanung ein Unding, bekräftigt Burkhard Sibbe. Die Initiative setzt darauf, dass die Landwirte sich wehren. So wie damals, 1985, als das OVG Münster in vierter Instanz die Straße kippte. Mit Wilhelm Wittenberg, dem mittlerweile 73-jährigen Landwirt aus Frohlinde, als Hauptkläger.

Lesen Sie jetzt