Integrationsrat fordert Erinnerungsort für Terror-Opfer in Castrop-Rauxel

Terror

Der Integrationsrat möchte einen Erinnerungsort für die Opfer rassistischen Terrors schaffen – und begründet den Antrag mit jüngsten Vorkommnissen auch in Castrop-Rauxel.

Castrop-Rauxel

, 23.02.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In Castrop-Rauxel wurde rund um das Verbot von Combat18 eine Wohnung durchsucht.

In Castrop-Rauxel wurde rund um das Verbot von Combat18 eine Wohnung durchsucht. © dpa

Noch herrscht allenthalben Entsetzen über die Toten beim Anschlag in Hanau, da könnte ein Antrag im Integrationsrat ganz besondere Aktualität erfahren. In seiner Sitzung am Dienstag, 25. Februar, um 18 Uhr in der Agora geht es um das Thema „10+1 Bäume für die Opfer des rassistischen Terrors“.

Der Integrationsrat möchte den Stadtrat um die Errichtung eines Erinnerungsorts für die zehn NSU-Opfer und die aktuellen Opfer, die durch rechtsextremistische Angriffe zu Tode gekommen sind, bitten. Die Gedenkstätte soll aus elf angepflanzten Bäumen und einer Gedenktafel bestehen.

Verweis auf Rechtsextreme und Hakenkreuz-Schmierereien

Der Antrag kommt von Fotis Matentzoglou als Mitglied des Integrationsrats. Der Linken-Politiker war der Vorgänger von Aysel Cetin an der Spitze des Integrationsrats. In der Begründung heißt es: „Die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur hat in unserer Kommune und im Land NRW eine außerordentliche Bedeutung.

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Nach dem vermehrten Auftreten rechtsextremer Straftaten, Hakenkreuz-Schmierereien sowie der zuletzt aufgekommenen Hausdurchsuchung eines der in NRW agierenden Drahtziehers der rechtsextremen ‚Combat18‘ in unserer Stadt möchte der Integrationsrat dieser Entwicklung entgegentreten und ein Zeichen setzen, das auf die Bedeutung einer Erinnerungskultur und einer bunten, demokratischen Gesellschaft hinweist.“

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