Das Martins ist als italienisches Restaurant in der Castroper Altstadt eine Instanz. Von Ckü und Nachtfahrt kaum wegzudenken. Wir haben Pina und Enzo Scolaro zum Restaurant-Check besucht.

Castrop

, 04.06.2019 / Lesedauer: 5 min

Mitten in der Castrop-Rauxeler Altstadt, etwas versteckt in einem Fachwerkhaus zu Füßen der Lambertuskirche, liegt das italienische Restaurant Martins. Die Inhaber Pina und Enzo Scolaro gehören bekanntermaßen zu den Gastro-Urgesteinen der Stadt.

Zum Restaurant-Check haben meine Begleitung und ich uns einen Sonntagabend im Mai ausgesucht. Die Sitzplatzwahl fällt auf einen Tisch im Obergeschoss auf der Galerie.

Wie in einem Fachwerkhaus zu erwarten, ist es hier ein wenig dunkler. Das ist aber kein Problem. Wer beim Essen mehr Licht haben möchte, hat im Martins zusätzlich die Wahl zwischen angebautem Wintergarten und im Sommer der Terrasse vor der Tür.

Mit der Speisekarte einmal quer durch Italien

Kurze Zeit später bringt unser Kellner uns die Speisekarten und nimmt im Gegenzug direkt die Getränkebestellungen auf. Im Anschluss haben wir die berühmte Qual der Wahl. Wir stellen fest: Ob Fisch, Fleisch, Pizza, Nudeln, Antipasti oder Salat, hier sollte sich für jeden Geschmack etwas finden lassen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Rundgang durch die Räume des Martins

Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wir haben den Restaurantcheck gemacht und zeigen Bilder aus der Gaststätte.
03.06.2019
/
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus
Das Martins ist verwinkelt aber romantisch in einem Fachwerkhaus in der Castroper Altstadt untergebracht. Wer lieber etwas mehr Licht von draußen hat, kann entweder an einem der Tische im Wintergarten oder auf der Terasse vor der Tür platz nehmen.© Matthias Stachelhaus

Unsere Wahl fällt auf die Tortellini mit Hackfleischfüllung in Sahnesoße mit Schinken und das Milanese gigante, zu deutsch Kalbsschnitzel paniert mit Kräutern und Parmesan. Dazu reicht die Küche im Martins Röstkartoffeln.

Italienisches Bruschetta macht Lust auf mehr

Als Vorspeise werden wir uns eine Portion Bruschetta in der Variante „mit Mozzarella überbacken“ teilen. Kurz nach der Order gibt es aber zunächst einmal einen Amuse-Bouche. Klassisch italienisch wird warmes Brot mit Kräuterbutter geliefert. Der Gruß aus der Küche mundet gut (ist aber ein bisschen redundant mit Blick auf die georderte Vorspeise).

Im Martins werden die Röstkartoffeln zum heimlichen Star des Hauptgangs

Als Gruß aus der Küche gibt es frisches Brot mit Kräutercreme. © Matthias Stachelhaus


Nach einer kurzen Pause bekommen wir dann unser Bruschetta. Das geröstete Brot ist außen knusprig und innen noch schön weich und auch der Belag weiß zu überzeugen. Tomaten, Knoblauch, Zwiebeln und Mozzarella, alles ist gut aufeinander abgeschmeckt. Unsere Vorspeise tut genau das, was sie soll: Sie macht Lust auf mehr.

Im Martins werden die Röstkartoffeln zum heimlichen Star des Hauptgangs

Die Bruschetta mit Mozarella überbacken ist genau richtig gewürzt. © Matthias Stachelhaus

Röstkartoffeln werden im Martins zum heimlichen Star

Genau dieses Mehr, sprich unsere Hauptgänge, stehen dann etwa 10 Minuten später vor uns. Mein Milanese gigante macht seinem Namen alle Ehre. Es ist, man möge mir den Ausdruck verzeihen, ein „Riesenlappen“ von Schnitzel. Schön dünn geklopft und goldbraun gebraten. Geschmacklich vermisse ich ein wenig die Kräuter in der Panade, doch das stört kaum, denn das Schnitzel ist einfach lecker.

Im Martins werden die Röstkartoffeln zum heimlichen Star des Hauptgangs

Das Kalbsschnitzel paniert mit Kräutern und Parmesan. Dazu gibt’s im Martins Röstkartoffeln. Beides schmeckt sehr lecker. © Matthias Stachelhaus

Der heimliche Star meines Hauptgangs sind allerdings die Röstkartoffeln. In dicken Scheiben sind die am Rande des Tellers etwas rustikaler angerichtet. Mein zunächst leicht skeptischer Blick wird mit dem ersten Bissen brutal Lügen gestraft. Gut abgeschmeckt mit Salz und Pfeffer breitet sich hier ein wunderbarer Kartoffelgeschmack in meinem Mund aus. Volltreffer und versenkt.

Tortellini als leckerer Klassiker der italienischen Küche

Auf halber Strecke zum „Darf ich abräumen?“ tauschen meine Begleitung und ich die Teller. Die Tortellini in Sahnesoße mit Schinken werden im Martins in einem der typisch italienischen Riesenteller serviert. Die Tortellini sind noch leicht al dente, so wie man es hier erwarten würde.

Im Martins werden die Röstkartoffeln zum heimlichen Star des Hauptgangs

Ein Klassiker: Tortellini mit Sahnesauce und Schinken. Der große Teller lässt die Portion kleiner aussehen als sie ist. © Matthias Stachelhaus

Die Sahnesoße und dünne Schinkenstreifen geben dem Ganzen einen kräftigen Geschmack. Schön: Die Tortellini schwimmen nicht in der Sauce, sondern wurden darin geschwenkt. Auch dieses Gericht schmeckt uns beiden gut.

Fruchttaruffo trifft auf Mascarponecreme

Im Anschluss lassen wir das Essen ein bisschen sacken, bevor wir „Pinas Dessertvariationen“ zum Nachtisch ordern. Der daraufhin vor uns stehende Teller überzeugt zunächst einmal durch seine hübsche Optik.

Im Martins werden die Röstkartoffeln zum heimlichen Star des Hauptgangs

Bei der Nachtischvariation von Hausherrin Pina ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Die Mascarponecreme in der Mitte ist das Highlight auf dem bunten Teller. © Matthias Stachelhaus

Verschiedene Sorten Eis, darunter klassisches und fruchtiges Tartuffo, sizilianische Eistorte, klassisches Tiramisu und Mascarponecreme mit frischen Erdbeeren zwischen fruchtiger Deko. Man könnte auch feststellen: von allem was dabei.

Das ganze Ensemble schmeckt gut, besonders gefallen uns aber das Fruchttartuffo und die Mascarponecreme mit Erdbeeren. Der Dessertteller rundet den gelungenen Abend definitiv ab.

Der Service

Unser Kellner im Martins war freundlich, konnte bei Rückfragen zu Speisen schnell weiterhelfen und hatte immer einen kleinen Scherz auf den Lippen. Am Service gab es nichts auszusetzen. Die Art mit den Scherzen muss man ein bisschen zu nehmen wissen, wir haben uns jedenfalls gut amüsiert.

Familienfreundlichkeit

Im Martins finden sich auf der Speisekarte auch einige Gerichte extra für Kinder. Eine kleine Pizza, Spaghetti mit Tomatensauce oder ein kleines Schnitzel mit Pommes sind also kein Problem. Kinderhochstühle stehen ebenfalls bereit.

Barrierefreiheit

Der Gastraum in der Parterre mit der Theke und der Wintergarten des Martins sind stufenlos zugänglich, genau wie die Terrasse. Wer im ersten Stock Platz nehmen möchte, muss allerdings die Treppe nehmen. Hier befinden sich auch die Toiletten des Martins. Mit dem Rollstuhl ist diese Hürde leider nicht zu überwinden.

Preise

Am Ende des Abends stehen auf unserer Rechnung rund 57 Euro, inklusive Getränke. Den größten Anteil davon machen das Kalbsschnitzel (19,80 Euro) und der große Dessertteller (12,90 Euro) aus. Die Tortellini waren mit 8,90 Euro recht günstig, genau wie die Bruschetta (4,50 Euro). Die Pizzen auf der Karte liegen zwischen 7 Euro und 12,50 Euro. Die Preise sind, unserer Meinung nach, angemessen und fair.

Anfahrt/Parken

Das Martins liegt zentral in der Altstadt. Man kann innerhalb weniger Minuten vom Marktplatz, dem Biesenkamp, an der Glückaufstraße oder der Thomasstraße hinlaufen. Wer mit Bus und Bahn unterwegs ist, fährt bis zum Münsterplatz oder steigt am Bahnhof Süd aus. Beide sind ebenfalls nur wenige hundert Meter vom Martins entfernt.

Das sagt das Netz zum Martins

Auf 4,3 von 5 möglichen Sternen schafft es das Martins bei den Google-Rezensionen. 183 Nutzer haben hier ihre Bewertung abgegeben.

Bei Facebook bekommt das Martins 4,4 von 5 Sternen bei 62 Stimmen. (Stand 2.Juni 2019)

Die meisten der Nutzer loben das leckere Essen im Martins. Auch beim Frühstück gibt es zumeist positive Bewertungen. In ein paar Kommentaren gibt es aber auch Kritik. Einige Gäste bemängeln in ihren Bewertungen den Service, der unaufmerksam und langsam gewesen sein soll.

Fazit

Der Abend im Martins war für uns rundum gelungen. Das Essen war lecker, der Kellner zuvorkommend und die Preise absolut angemessen. Der Nachtischteller setzte dann noch einmal einen schönen Schlusspunkt.

Restaurant-Infos

Martins, Am Markt 3, 44575 Castrop-Rauxel. Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8.30 bis 23 Uhr; Freitag und Samstag von 8.30 bis 0 Uhr; Sonntag von 12 Uhr bis 23 Uhr; Dienstag ist Ruhetag. Frühstück gibt es täglich außer Sonn- und Feiertags bon 8.30 bis 11.30 Uhr, Mittagstisch mit täglich wechselnden Gerichten von Montag bis Samstag von 11.30 bis 17 Uhr. Die warme Küche ist durchgehend geöffnet. Reservierungen unter Tel. (02305) 9475658. Weitere Infos gibt es auch auf der Hompage oder der Facebookseite des Martins.

Lesen Sie jetzt