Jährlich 5000 Euro ausgeschüttet: Was wird aus dem Klimaschutzpreis Castrop-Rauxel?

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Zehn Bewerbungen gab es 2019 um den Klimaschutzpreis von Stadt und Innogy. Acht werden ausgezeichnet. Der Sieger Lebenshilfe bekommt 2500 Euro. Es war der letzte Preis mit Innogy. Und dann?

Ickern

, 02.12.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war der 17. Klimaschutzpreis in diesem Jahr - eine lange Laufbahn also. Für Innogy und seine Vorgänger VEW und RWE auf dem heimischen Energiemarkt war es der letzte. Denn ab Jahresanfang 2020 sind die Karten neu gemischt, der Grundversorger bei Strom und Gas hat gewechselt.

Stadtwerke haben die Konzession erhalten

Für die Stadt Castrop-Rauxel, so hat es im Herbst die Politik final entschieden, sind die heimischen Stadtwerke am Start. Jene Stadtwerke, die vor einigen Jahren angetreten sind, in Castrop-Rauxel ganz viel für den Klima- und Umweltschutz zu tun und dabei u.a. die regenerativen Energien weiter auszubauen.

Vereinbart worden als Morgengabe an die Stadt war der lange Zeit unter dem Namen Umweltschutzpreis firmierende Wettbewerb bei der Verlängerung der Konzessionsverträge vor 20 Jahren. Seinerzeit belohnt mit einer Finanzspritze von jährlich 500.000 Euro ins Stadtsäckel, aus dem in den Folgejahren in erster Linie viel Geld in die Renovierung von Schulen geflossen ist.

Jetzt fand also der letzte Wettbewerb um gute Ideen für den Klimaschutz mit Innogy statt. Aber was kommt danach? „Das Instrument wird sicher nicht weggelassen“, sagte EUV-Stadtbetriebschef Michael Werner am Rande eines Pressegesprächs im Rathaus.

2500 Euro für den ersten Platz beim Klimaschutzpreis

Der Umweltausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstag, 19. November, dem Votum der Jury zugestimmt: Es gibt insgesamt acht Preisträger, drei bekommen eine Geldprämie, fünf einen Anerkennungspreis. Auf Platz eins ist ein Projekt der Lebenshilfe Castrop-Rauxel, Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop gelandet. Die Hausgemeinschaft Ickern, die seit zwei Jahren an der Ickerner Straße „In der Mark“ neben Blumen Siewert zu Hause ist, hat ein Zuhause für Insekten und Vögel gebaut. Belohnt wird der Zuschlag mit 2500 Euro.

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Den zweiten Platz belegt die Marktschule Ickern. Sie bekommt 1500 Euro für das Projekt „Frühstück ohne Müll von Anfang an“. Platz drei geht an das Ernst-Barlach-Gymnasium: Es gewinnt 1000 Euro für das Projekt „Schutz heimischer Tierarten“.

Das sind die weiteren Gewinner

Die Ortsarbeitsgemeinschaft der Verbraucher (Plastikfreier Einkauf), die Natur-AG der Elisabeth-Grundschule (Bienenstöcke und Blumenbeete), die Martin-Luther-King-Schule (MLKS for future / Umwelt und Nachhaltigkeit), die Grundschule Alter Garten (Bienenstock - Die Honigbiene) und das Altenheim Josefshaus (Nachhaltigkeit und Klimaschutz) bekommen allesamt einen Anerkennungspreis. Die Preisverleihung erfolgt am Dienstag, 3. Dezember, um 14 Uhr durch Bürgermeister Rajko Kravanja und Maria Allnoch von Innogy.

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