Das Dortmunder Landgericht hat zwei junge Castrop-Rauxeler verurteilt. © Martin von Braunschweig
Landgericht Dortmund

Junge Castrop-Rauxeler rauben bei Überfall Drogen und Drohne

Angeblich wollten sie mit ihrem Raubüberfall nur etwas Gutes tun. Das Dortmunder Landgericht hat zwei junge Männer aus Castrop-Rauxel nun aber trotzdem verurteilt.

Auch wenn sie nach eigenen Angaben nur etwas Gutes tun wollten, sind zwei junge Castrop-Rauxeler nicht ungeschoren aus einem Prozess am Landgericht Dortmund gekommen.

Das Duo war zusammen mit einem bereits in einem früheren Verfahren verurteilten Komplizen zur Wohnung eines flüchtigen Bekannten gegangen, von dem es hieß, dass er Drogen verkaufe. „Die Angeklagten waren überzeugt davon, dass der Mann auch dem jüngeren Bruder eines der Angeklagten Marihuana verkauft hatte“, sagte der Vorsitzende Richter Ulf Pennig am Montag in der Urteilsbegründung.

Weil einer der Castrop-Rauxeler eine täuschend echt aussehende Luftpistole im Hosenbund stecken hatte und ein weiterer sich auf dem Weg zur Wohnung des angeblichen Dealers mit einer Eisenstange bewaffnet hatte, leistete das Opfer keinerlei Widerstand.

„Ich bin ein Angsthase“

„Ich bin ohnehin ein echter Angsthase“, hatte der Zeuge dazu im Prozess erzählt. „Es braucht nicht viel, um mich einzuschüchtern.“ In der Wohnung sollen die Täter schließlich tatsächlich mehrere kleine Plastiktütchen mit Einzelmengen Marihuana an sich genommen haben. Außerdem wurden dem Opfer eine Playstation, eine Drohne, Bargeld und mehrere Legofiguren geraubt.

Das Gericht verhängte dafür nun Haftstrafen von 10 beziehungsweise 15 Monaten. Beide Strafen wurden zur Bewährung ausgesetzt. Die Drogen wollen die Täter nach dem Raubüberfall in die Emscher geworfen haben. Angeblich sei die Qualität zu schlecht gewesen.

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