Martin-Luther-King-Förderschule: Junge von unbekanntem Autofahrer angesprochen

hzPolizei ist involviert

Ein wildfremder Mann spricht einen Jungen nach Schulschluss an, ob er ihn nach Hause fahren soll. So geschehen an der Martin-Luther-King-Schule. Wie gehen Schule und Polizei damit um?

Ickern

, 14.06.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Aufregung in einer Facebook-Gruppe war am Mittwoch groß: Kim Burgdorf warnte die anderen rund 20.000 Mitglieder dort. Ihr Sohn sei in Ickern auf der Uferstraße am Teilstandort der Martin-Luther-King-Förderschule von einem Autofahrer angesprochen worden: Er habe gefragt, ob er ihn nach Hause fahren soll, so die Mutter.

Die gute Nachricht: niemand ist zu Schaden gekommen. Aber: Die Schule und die Polizei werden in den kommenden Tagen trotzdem verstärkt die Augen offen halten. „Nachdem wir den Facebook-Post gelesen haben, wurde sofort die Polizei informiert“, sagt Schulleiter Wolfgang Scholl auf Anfrage. Die Polizei habe den Sachverhalt geklärt und würde nun präventiv verstärkt Streife fahren.

Keine Häufung in der letzten Zeit


Das bestätigt Michael Franz, Pressesprecher der Polizei im Kreis Recklinghausen. Schulwegsicherung würde das ganze Jahr gemacht, der Kontakt zu den Schulen sei eng. „Und gerade zu Schulbeginn oder zu Schulende wird man die Kollegen häufiger sehen“, so Franz.

Meldungen solcher Vorfälle gebe es immer mal wieder. Auffällig oft sei es zuletzt aber nicht gewesen. Gebe es häufiger Hinweise, würde die Polizei vermehrt Streife fahren, sagt Franz.

Zuletzt wurde im September ein Fall an der Lindenschule in Frohlinde bekannt. Damals sprach auch ein Mann ein Kind an. Auch damals stieg das Kind nicht zu ihm ein. Die Schule reagierte mit einem Elternbrief, der die Situation beruhigte.

Wird ein Kind angesprochen, sollte es einen Erwachsenen kontaktieren

Grundsätzlich rät die Polizei den Eltern, mit ihren Kindern über die Problematik zu sprechen und sie so zu sensibilisieren. „Auf keinen Fall in ein fremdes Auto einsteigen. Wenn ein Kind angesprochen wird, soll es am besten sofort irgendeinen Erwachsenen ansprechen, der unmittelbar die Polizei anruft“, so Franz.

Dann hätten die Beamten auch die Möglichkeit, die verdächtige Person zu kontrollieren. Manchmal seien es auch unbedarfte Dinge, wie ein Fragen nach dem Weg. Vorsicht sei aber immer geboten.

Schulleiter Moll sagt, dass in der Schule Verhaltensregeln auf dem Schulweg generell und wiederkehrend thematisiert werden, „in solchen Fällen aber auch natürlich verstärkt anlassbezogen. Generell werden unsere jüngeren Schüler nach Schulschluss vor dem Schulgelände beaufsichtigt“, so Moll.

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