Junge Witwe kämpft um Beerdigungskosten

Sporthilfe-Versicherung

HABINGHORST Der 26. April 2008 veränderte Michaela Flaczeks Leben auf einen Schlag. Ihr Mann Peter brach nach einem Spiel der Altherren der SF Habinghorst gegen die SG Castrop zusammen und starb wenig später im Krankenhaus. Peter Flaczek wurde nur 34 Jahre alt. Er hatte einen nicht erkannten Herzfehler.

von Von Christoph Witte

, 04.07.2009, 07:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vereine wissen nicht Bescheid Erst durch Zufall erfuhr die Habinghorsterin über einen verletzten Mannschaftskameraden ihres Mannes Ende des Jahres von der Versicherung. Ein Unding, findet sie. "Ich glaube, dass viele Vereine gar nicht von den Möglichkeiten dieser Versicherung wissen", sagt sie und wendet sich deswegen auch an die Öffentlichkeit. Auch weil erst vor wenigen Tagen ein Altherrenspieler des SuS Merklinde verstorben ist. "Es geht mir nicht um das Geld, sondern um Aufklärung. Ich möchte nicht, dass es den Verwandten genauso ergeht wie mir", sagt die 34-Jährige.

Vereine wissen nicht Bescheid Erst durch Zufall erfuhr die Habinghorsterin über einen verletzten Mannschaftskameraden ihres Mannes Ende des Jahres von der Versicherung. Ein Unding, findet sie. "Ich glaube, dass viele Vereine gar nicht von den Möglichkeiten dieser Versicherung wissen", sagt sie und wendet sich deswegen auch an die Öffentlichkeit. Auch weil erst vor wenigen Tagen ein Altherrenspieler des SuS Merklinde verstorben ist. "Es geht mir nicht um das Geld, sondern um Aufklärung. Ich möchte nicht, dass es den Verwandten genauso ergeht wie mir", sagt die 34-Jährige.

Broschüre informiert Joachim Soba, Geschäftsführer der Sportfreunde, setzt sich für Michaela Flaczeks Recht ein. "Wir hatten damals direkt Kontakt mit der Versicherung, da hieß es noch, man könne nichts machen. Erst im Nachhinein haben wir über eine Broschüre der Sporthilfe erfahren, dass es doch Ansprüche gibt." Diese Broschüre, wünscht sich Michaela Flaczek, sollte jeder Verein in mehreren Ausführungen bekommen.

Sportfreunde haben gesammelt Die Sportfreunde Habinghorst haben der Witwe viel geholfen. Insgesamt 1500 Euro haben die Spieler und der Vorstand zusammengeworfen. "Damit konnte ich den Grabstein und die Grabpflege bezahlen", bedankt sich die Witwe bei allen Spendern. Laut Berechnungsschlüssel stehen ihr von der Sporthilfe nun noch 3100 Euro zu. Die Anträge laufen. Es ist noch nicht zu spät. Soba hat den Justiziar des Verbandes um Beglaubigung des Spielberichts gegeben - zur Bezeugung, dass Peter Flaczek an dem Spiel teilnahm. "Eine Antwort steht noch aus. Ich hoffe, dass es schnell geht", sagt der Geschäftsführer.

Warum die Sporthilfe hier nicht sofort zum Tragen kam, darüber kann Staffelleiter Robert Mathis nur mutmaßen: "Entweder wissen viele wirklich nicht Bescheid, oder man geht zu phlegmatisch vor." Im Falle Flaczek trifft wohl erstgenannte Variante zu.

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