JVA Meisenhof musste Mittwoch plötzlich 34 Gefangene per Autokonvoi verlegen

hzGefängnis in Ickern

Bei der JVA Meisenhof musste am Mittwochnachmittag ein Gebäude geräumt werden. Grund sind Bergschäden am Haus. Das führte zu reichlich Aufsehen in und rund um das Gefängnis-Gelände.

Castrop-Rauxel

, 12.09.2019, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zwölf Hafthäuser stehen auf dem 13 Hektar großen Gelände der Justizvollzugsanstalt Meisenhof in Ickern. Eines dieser Häuser, Hafthaus 9, musste am Mittwoch geräumt werden. Der Grund sind Bergschäden am Gebäude.

Um 15.30 Uhr ging die Anordnung an die Anstaltsleitung um JVA-Chef Julius Wandelt heraus: Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW verhängte eine Räumpflicht. Die setzte man in Ickern bis zum Abend um.

Fahrzeug-Kolonne nach Bielefeld-Senne

Wandelt stellte mit seinen Mitarbeitern eine Fahrzeugflotte aus der JVA Gelsenkirchen, der offenen Vollzugsanstalt in Bielefeld Senne und dem eigenen Betrieb zusammen, ließ die 34 Gefangenen ihre Sachen in Umzugskartons packen und dann nach Bielefeld bringen.

JVA Meisenhof musste Mittwoch plötzlich 34 Gefangene per Autokonvoi verlegen

Eine Kolonne von acht Bullis und einem Lastwagen setzte sich am Abend in Bewegung nach Ostwestfalen. Das sorgte für Aufsehen in und rund um das Meisenhof-Gelände in Ickern.

Größere Risse in den Wänden, die sich ganz durchziehen

Was genau am Gebäude passiert ist, ist unklar. Fest steht, dass es größere Risse gibt, die nicht nur im Außen- oder Innenputz zu sehen sind, sondern sich durch die ganzen Wände durchziehen. „Mitte August haben wir die durchgehenden Schäden erkannt“, so Julius Wandelt. Die eine untere Ecke stehe schon schräg.

Jetzt lesen

Die Prüfungen der Behörde durch einen Gutachter ergaben nun: aus Sicherheitsgründen räumen. Wie es weiter geht, ist offen.

Wir berichten weiter.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt