Schulschließungen

Kehrtwende: Castrop-Rauxels Schulen bleiben im Distanzunterricht

Nach einem chaotischen Tag rund um mögliche Schulöffnungen steht seit Freitagabend wohl fest: Die allermeisten Castrop-Rauxeler Schüler werden auch kommende Woche im Distanzunterricht bleiben.
Eilmeldung: Sobald wir weitere Informationen haben, berichten wir an dieser Stelle weiter. © Tobias Weckenbrock

Fast alle Schülerinnen und Schüler in Castrop-Rauxel werden aller Wahrscheinlichkeit nach auch in der kommenden Woche im Distanzunterricht zu Hause unterrichtet.

Nach einem chaotischen Tag, an dem sich der Kreis Recklinghausen direkt gegen eine frühere Entscheidung des Landes gestellt hatte, konnten sich damit der Landrat und die Bürgermeister offenbar mit ihrem Wunsch durchsetzen, den sie bereits am Donnerstag in einem Brief an Schulministerin Yvonne Gebauer formuliert hatten.

Wie der Kreis Recklinghausen am Freitagabend wissen ließ, habe man „nach einem Hinweis des Schulministeriums“ eine neue Allgemeinverfügung mit der Bitte um Genehmigung an das Landes-Gesundheitsministerium (MAGS) geschickt, damit alle Schulen am Montag kreisweit einheitlich im Distanzunterricht bleiben.

„Vorerst“ kein Wechselunterricht

Wie es in der Mitteilung heißt, solle die vom Land ursprünglich für kommenden Montag vorgesehene Einführung des Wechselunterrichts an Schulen in den zehn Städten des Kreises „vorerst nicht stattfinden. Lediglich Abschlussklassen können am Präsenzunterricht festhalten.“

Die Pflicht von zwei Selbsttests pro Woche bleibe für diese Klassen erhalten. Die Regelung zur Fortsetzung des Distanzunterrichts werde derzeit mit den zuständigen Landes-Ministerien abgestimmt, sie soll am Montag durch eine neue Betreuungsverordnung des Landes abgelöst werden.

Landrat Bodo Klimpel lässt sich mit den Worten zitieren: „Wir hoffen, dass wir mit dieser Allgemeinverfügung nun in der Übergangsphase bis Montag eine einheitliche Regelung für den Kreis Recklinghausen bekommen, die dem Infektionsgeschehen und der kritischen Situation auf den Intensivstationen Rechnung trägt.“

Genehmigung durch das Ministerium gilt als Formalität

Die Allgemeinverfügung werde erst mit der Genehmigung durch das Ministerium gültig, heißt es abschließend in der Mitteilung. Da aber das Ministerium den Hinweis gegeben hat, dass sie der richtige Weg sei, um die Schulen im Distanzunterricht zu behalten, gehen die Verantwortlichen im Kreis davon aus, dass sie genehmigt werden wird und der Distanzunterricht kommen wird.

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