Kitas verlangen Gesundschreibungen vom Arzt nur noch in Einzelfällen

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Vor einer Woche hieß es, dass erkältete Kinder, die wegen Schnupfens nicht in die Kita konnten, erst mit Gesundschreibung vom Arzt wieder kommen durften. Die Regelung hatte nicht lange Bestand.

Castrop-Rauxel

, 29.06.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das ging fix – es scheint, als hätten einige Träger der Kitas in Castrop-Rauxel sehr schnell und elternorientiert gehandelt: Am Montag gingen E-Mails von Leiterinnen der Einrichtungen in der Stadt an die Eltern, dass die allgemeine Attestpflicht für Kinder mit Krankheitssymptomen nun entfällt. Über diese Pflicht hatten sich Eltern und Ärzte aufgeregt.

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Stattdessen müssen die Eltern gemäß dem Schreiben aus den katholischen Kitas nun bestätigen, „dass das Kind seit 48 Stunden symptomfrei ist“. Der Mail beigefügt ist eine Musterbescheinigung „Erklärung zur Symptomfreiheit bei Kindern nach einer Erkrankung mit Krankheitssymptomen von Covid-19.“ Eltern müssen sie unterschreiben. Sie basiert auf einer Formulierungsempfehlung des NRW-Familienministeriums.

Symptome sind nicht näher definiert

Die Krankheitssymptome sind darin nicht näher definiert, richten sich also nach den amtlichen des Robert-Koch-Instituts. Das sind vor allem Fieber, Husten, fehlender Geruchssinn, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Weitere mögliche Symptome sind Kopf- und Gliederschmerzen, Nasenschleimhaut-Entzündung, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag und Lymphknotenschwellung.

Eine Attestpflicht vom Arzt bleibt laut Schreiben bei einer bestätigten Covid-19-Erkrankung oder einem bestätigten Verdachtsfall bestehen.

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