Klaus-Michael Lehmann ist neuer Regionalbotschafter

NRW-Stiftung

CASTROP-RAUXEL Man braucht Dinge als Erinnerung, damit die Vergangenheit auch in der Zukunft lebendig bleibt. Diese Erkenntnis ist der Motor, der Klaus-Michael Lehmann seit Jahrzehnten antreibt.

von Von Gabriele Regener

, 02.07.2009, 15:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Klaus-Michael Lehmann ist neuer Regionalbotschafter

Klaus-Michael Lehmann und Laudatorin Martina Grote.

Die Geschäftsführerin der Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Martina Grote, war in die Europastadt gekommen, um Klaus-Michael Lehmann vor rund 100 Gästen als ehrenamtlichen Botschafter für das nördliche Ruhrgebiet vorzustellen. Und das, wo sonst – in direkter Nachbarschaft zum Erin-Turm, im Dieze. Kaum zu glauben, dass dieses imposante Wahrzeichen der Stadt vor 25 Jahren bereits zum Verschrotten freigegeben war. Der damalige Besitzer, die Eschweiler Bergwerksgesellschaft, wollte nach Schließung der Zeche das Altmetall versilbern. Mit Zustimmung der kommunalen Politiker.

Doch Lehmann, der unter anderem viele Jahre als Industriefotograf tätig war, sah den unbezahlbaren historischen Wert des Förder-Turms über der Erin-Schachtanlage Nummer 7. Und er fand einen einflussreichen Mitstreiter. Landesvater Johannes Rau stellte sich auf seine Seite, unterstützte Lehmanns Engagement. Eine Korrespondenz, auf die der Regionalbotschafter stolz ist. Er fand Mitstreiter, gründete 1984 den Erin Förderturm-Verein, um den Hauptförderschacht 7 als Denkmal und Wahrzeichen für die Stadt zu erhalten. Drei Jahre später dehnte der Verein sein Engagement aus, nahm auch die Erin-Fördertürme Schacht 3 – den Hammerkopfturm auf Schwerin – und Teutoburgia in Herne unter seine Fittiche. Der Lohn für diesen Einsatz ist unübersehbar. Alle drei Türme sind von der Landesregierung unter Denkmalschutz gestellt und mit Mitteln der NRW-Denkmalstiftung restauriert worden. Landmarken, die Einheimischen und Gästen schon aus der Ferne signalisieren, dass das Ziel bald erreicht ist. Viele gesteckte Ziele hat auch die NRW-Stiftung Natur - Heimat - Kultur seit der Gründung im Jahr 1986 – zum 40-jährigen Bestehen Nordrhein-Westfalens – erreicht. In über 2 000 Projekte sind rund 215 Millionen Euro geflossen. Gefördert werden die Bereiche Naturschutz, Heimat und Kulturpflege und Begegnungs- und Spielstätten. „Die Vereine müssen uns begeistern“, erklärt Stiftungs-Geschäftsführerin Martina Grote über die Kriterien der Vergabe von Fördermitteln.

Begeisterung für die NRW-Stiftung war bei Klaus-Michael Lehmann von der ersten Stunde an da. „Ich bin regelrecht betört von dem Konzept der Stiftung“, bekannte er anlässlich der Feierstunde. „Wo sonst passen Fledermäuse und Fördertürme, Weißstörche und Burgen unter ein Dach.“ Er selbst ist seit Gründung der Stiftung eine tragende Säule. Als offizieller Regionalbotschafter für die Kreise Recklinghausen, Gelsenkirchen, Bottrop und die Stadt Herne würde er sich über aktive Mitstreiter freuen.

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