Kniff am Zaun verhindert weiteres Stürmen der gesperrten Skateanlage

Coronavirus

Der Zaun ist derselbe, aber er kann nicht mehr so leicht geöffnet werden: Die Habinghorster Skate-Anlage bleibt geschlossen. Ein Gerichtsurteil unterstützt die Haltung der Stadt.

Habinghorst

, 11.05.2020, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Zaun rund um die Skate-Anlage in Habinghorst ist seit dem Wochenende besser gesichert als in der Vorwoche. Damit ist es fast unmöglich, den Zaun auszuheben.

Der Zaun rund um die Skate-Anlage in Habinghorst ist seit dem Wochenende besser gesichert als in der Vorwoche. © Christian Püls

Am Samstag war noch perfektes Skate-Wetter - und doch ist an der Habinghorster Skateanlage tatsächlich wieder Corona-Ruhe eingekehrt. Am Donnerstag und Freitag hatten sich Kinder und Jugendliche noch Zutritt zur Anlage verschafft und dabei die Coronavirus-Abstandsregeln nicht immer befolgt.

Der Bereich Stadtgrün hatte trotz der Öffnung aller Spielplätze in Castrop-Rauxel die Skateanlage weiter als gesperrt deklariert. Deutlich machte das der Absperrzaun rund um die beliebte und bei gutem Wetter sehr belebte Anlage an der Ecke Lange Straße / Wartburgstraße. Doch der hinderte nicht alle daran, die Anlage nicht doch zu betreten.

Am Donnerstag und auch am Freitag herrschte dem Ordnungsamt der Stadt zeitweise zu viel Betrieb dort. Der Zaun war nämlich „nur“ mit Kabelbindern gesichert. Damit konnten Jugendliche ihn aus den Betonständern heben und die Anlage trotz des Verbots betreten.

Schraubschellen sichern Zaun an der Skate-Anlage

Am Wochenende war das nicht der Fall. Der Bereich Stadtgrün verband die Zaunelemente mit Schraubschellen. Zurecht? Ja. Skateanlagen zählen nicht zu den Spielplätzen und bleiben daher (noch) geschlossen. Das Verwaltungsgericht Arnsberg bestätigt die Auffassung der Stadtverwaltung zumindest baurechtlich: „Eine Skateanlage ist kein Kinderspielplatz im Sinne des Bebauungsplans“, heißt es in einem Urteil von 2017.

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