Kommt der Telekom-Techniker zu Kunden in Corona-Quarantäne?

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Wegen des Coronavirus arbeiten auch in Castrop-Rauxel immer mehr Berufstätige im Homeoffice. Steht der Telekom-Techniker im Falle einer Störung mit Maske vor der Tür? Besucht er Kunden in Quarantäne?

Castrop-Rauxel

, 21.03.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ist wahrlich keine Überraschung: „Aktuell verzeichnen wir einen Anstieg des Datenverkehrs“, schreibt die Telekom auf Nachfrage unserer Redaktion, wie es in diesen Corona-bewegten Tagen in Sachen Homeoffice, Technik-Pannen und Kundenservice daheim aussieht.

Pressesprecher Andre Hofmann schreibt: „Wir haben unsere Notfall- und Pandemie-Pläne seit Wochen aktiviert und sind auch bei einer Verschärfung der Situation gut vorbereitet.“ So würde die Telekom auch die wichtige Kommunikation und den Betrieb von Not- und Rettungsdiensten, Krankenhäusern, Katastrophenschutz und Behörden sichern.

„Damit unterstützen wir die Versorgungslage der Bevölkerung“, so Hofmann. Zur Sicherung der Infrastruktur gehörten neben Telefon und Mobilfunk auch das Internet und das TV-Angebot der Telekom. Und was ist mit Kunden-Terminen im technischen Außendienst, wenn im Homeoffice die Leitung immer wieder abstürzt?

Risikogebiete: Zum Kunden in Quarantäne kommt die Telekom nicht

„Kunden-Termine finden weiterhin statt“, so Hofmann. Und ergänzt: „Dabei tun wir alles, was zum Schutz unserer Kolleginnen und Kollegen im Außendienst möglich ist.“

Die Servicetechniker fragten vor dem Kundenbesuch in Risikogebieten, ob sich die jeweilige Kontaktperson in behördlicher Quarantäne befindet. Sollte das zutreffen, kommt der Techniker zunächst nicht raus, dem Kunden werde stattdessen eine Überbrückungslösung angeboten. Was ist darunter zu verstehen?

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Wenn es sich zum Beispiel um eine Störung im individuellen Festnetz handelt, sagt Hofmann, biete man zusätzliches Datenvolumen, wenn der Kunde seinen Handyvertrag auch bei der Telekom abgeschlossen hat. „Im Regen lassen wir prinzipiell keinen stehen“, versichert Hofmann.

Kunde in Krisenregion muss nicht mehr unterschreiben

Im Übrigen habe die Telekom die Schutzmaßnahmen mit medizinischen Experten abgestimmt. So entfalle zum Beispiel die Unterschrift des Kunden nach Auftragserledigung.

In Krisenregionen wohlgemerkt. Die nächste von uns entfernte Krisenregion ist der Kreis Heinsberg.

Zudem seien die Kollegen in den entsprechenden Gebieten mit Desinfektionsmitteln, Einmalhandschuhen und Masken ausgestattet worden, weitere Masken würden noch verteilt.

Und ganz nebenbei: Auch die Telekom stelle die Disposition sukzessive auf Homeoffice um, sagt Hofmann. Wie lange es tatsächlich in Castrop-Rauxel dauert, bis der Techniker rauskommt, das könne er nicht sagen. „Ist aber wie in normalen Zeiten.“

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