L 654 n: Beide Tangenten oder keine

MERKLINDE/SCHWERIN Wie kommt ein Stückchen Castrop-Rauxel nach Bochum? Indem Michael Gebert, Chef der Niederlassung Bochum des Landesbetriebs Straßenbau, jetzt im Verkehrs- und Planungsausschuss der Nachbarstadt die auf Bochumer Stadtgebiet geplanten Projekte in der Zukunft vorstellte

von Von Ilse-Marie Schlehenkamp

, 08.11.2007 / Lesedauer: 2 min
L 654 n: Beide Tangenten oder keine

Michael Gebert vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Investitionsplanung

Investitionsplanung

Dass im Landesstraßenausbauplan 2006-2011 lediglich Merklinde angeführt ist, aber Schwerin nicht, sei wenig aufregend, erklärt Michael Gebert. Und hänge zum einen mit dem Investitionsplan des Landes zusammen, zum anderen damit, dass ein solches Projekt eigentlich in fünf Jahren mit seiner umfangreichen Planung nicht machbar sei. Gebert: "Wenn, dann werden entweder beide Tangenten gebaut oder gar keine." Prinzipiell sei die Wertigkeit des Weiterbaus beim Land aber so hoch angesetzt worden, um überhaupt einen Fuß in der Tür zu haben.

Langes Prüfverfahren

Die Bezirksregierung Münster hatte dem Regionalrat, in dem auch das Castrop-Rauxeler CDU-Ratsmitglied Oliver Lind sitzt, Mitte September mitgeteilt, dass nur "bei einem optimalen Planungsverlauf mit einer Realisierung bzw. mit einem Baubeginn bis 2011 zu rechnen ist". Bei drei weiteren Ortsumgehungen in anderen Städten sei die Realisierungschance erheblich höher.

Genau auf die Zeitschiene und das lange Prüfverfahren hat auch die rot-grüne Koalition beim Weiterbau der L 654 n gesetzt. Ende des Jahres 2005 hatte der Landtag mit seinem Ja zur Novellierung des Landesstraßenausbaugesetzes grünes Licht für die Tangenten gegeben.

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