Liste informiert, welche Ärzte in Castrop-Rauxel Coronatests anbieten

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Welche Ärzte einen Coronatest anbieten, darüber informiert die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe. Für Castrop-Rauxel sind sechs Praxen aufgelistet. Es gibt aber noch mehr.

Castrop-Rauxel

, 13.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) informiert auf ihrer Homepage über Praxen, die grundsätzlich zu Testungen auf Corona-Infektionen per Nasen-Rachenabstrich zum Beispiel bei Reiserückkehrern, Lehrern und Erziehern bereit sind.

Sechs Praxen sind für Castrop-Rauxel aufgelistet, zahlreiche weitere finden sich in der Umgebung. Aber es gibt einiges zu beachten, gerade wenn man einen schnellen Test für den Urlaub braucht. Ein Anrecht besteht übrigens nicht.

Neben einer Liste aller Arztpraxen bei der KVWL gibt es auch die Möglichkeit, die Informationen kombiniert mit einer komfortablen Suchfunktion unter Corona-Test-Praxis abzurufen. „Alle aufgeführten Praxen, die eine solche Testung vornehmen, verfügen über die nötigen Schutzmaßnahmen und es ist sichergestellt, dass diese Patienten getrennt von nicht Corona-infizierten Patienten getestet werden“, so die KVWL, die für das Angebot mit dem Ärzteverbund Südwestfalen und den Gesundheitsämtern kooperiert.

Arztpraxen mit Testbereitschaft laut KVWL

  • Dr.-Ing. Dr. med. Quang Bach, Am Stadtgarten 2A, (02305) 41260
  • Dr. med. Klaus Ziegner, Hangweg 17, (02305) 96760
  • Human Emamzadeh, Grimbergstraße 6, (02305) 24249
  • Dres. med. Isbruch und Lessmann, Dortmunder Straße 160, (02305) 923530
  • Dr. med. Edeltraud Kühle, Lange Straße 42, (02305) 890101
  • Isabella Teperski, Ickerner Straße 65 (02305) 72064

Doch Achtung: Das Angebot gilt in erster Linie für zwei Gruppen: Lehrer und Erzieher konnten sich bisher alle zwei Wochen testen lassen. Ab sofort bis Ende des Jahres stehen ihnen drei Tests zu. Die sind dann kostenlos. Kostenlos sind auch die Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten.

Wer aus dem Risikogebiet Castrop-Rauxel in den Urlaub fährt, zahlt

Wer aber in Castrop-Rauxel wohnt, also im Risikogebiet, und für seinen Urlaub an der Ostsee oder in den Alpen einen negativen Coronatest braucht, muss für diese freiwillige Leistung zahlen. „Einige Praxen machen das, sie müssen aber nicht“, sagt KVWL-Pressesprecherin Heike Achtermann, die Praxen hätten schon sowieso sehr viel zu tun. „Die Priorität liegt bei Testungen bei Patienten mit Symptomen.“

Hausarzt Human Emamzadeh ist einer von denen, die sich haben auf die Liste setzen lassen. Und das schon recht früh. „Nach meiner Erfahrung macht aber inzwischen fast jeder Hausarzt in Castrop-Rauxel Corona-Tests“, sagt er. Auf den eigenen Hausarzt weise er deshalb auch hin, wenn neue Patienten für einen Coronatest zu ihm kommen wollen.

Seit dem Wochenende steht fest, dass der Kreis Recklinghausen Risikogebiet ist. Am Montag haben schon einige Menschen in seiner Praxis einen Termin vereinbart. Aber eher „einige wenige“: Am Dienstag werden es vier sein.

Ergebnisse aus dem Labor kommen nach einem Tag

Schnelltests bietet er nicht an. Seine Abstriche gehen an ein Labor. „In den letzten vier, fünf Wochen hat es anstandslos geklappt, dass die Ergebnisse innerhalb von einem Tag kommen“, sagt er. „Am Wochenende war dann die App schneller.“ Erst ein Patient, so erzählt er noch, sei übrigens aufgrund eines Hinweises der Corona-App zu ihm gekommen.

Auch die KVWL weist daraufhin, dass Menschen, die sich testen lassen wollen, auf jeden Fall zunächst Kontakt zum eigenen Hausarzt aufnehmen sollen und dort das weitere Vorgehen besprechen. Für den Fall, dass man keinen Hausarzt habe, bestehe die Möglichkeit, sich an eine der in der Liste genannten Praxen zu wenden. „Auch hier ist im ersten Schritt eine telefonische Kontaktaufnahme erforderlich und sinnvoll. Eine Terminabsprache soll unter anderem einer zu starken Belastung der Praxen entgegen wirken“, so die KVWL.

Mehr als 1400 Praxen machen bereits mit

Als die Homepage im August online ging, wurde sie in den ersten sechs Stunden schon 52.000 Mal angeklickt. „Das zeigt uns, wie hoch der Informationsbedarf ist“, meint Stefan Spieren, Vorstandsvorsitzender des Ärzteverbunds Südwestfalen. „Durch die Möglichkeit der digitalen Suche nach testenden Ärzten werden auch die Praxen entlastet.“

Inzwischen beteiligen sich laut Ärzteverbund mehr als 1400 Praxen. Die Seite wurde mehr als 2,5 Millionen Mal abgerufen. Ausführliche Informationen rund um das Coronavirus finden sich zusammengefasst auch auf der Webseite der KVWL.

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