Manfred Fiedler dankt und dankt ab – aber mit einer Hoffnung

Kommunalwahl 2020

Manfred Fiedler trat für drei Parteien als Bürgermeisterkandidat an. Er peilte 30 Prozent an, aber holte nur 16,6 Prozent. Nun dankt der Henrichenburger und verabschiedet sich mit einer Hoffnung.

Castrop-Rauxel

, 15.09.2020, 07:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einer der Verlierer des Wahlabends: Manfred Fiedler hatte gehofft, dass er auch die Wähler der FWI und der Linkspartei neben denen der Grünen hinter sich bringen könnte. Das schlug fehl, denn er erreichte gerade mal 16,6 Prozent der Stimmen. Gemeinsam kamen die drei Wählergruppen und Parteien auf 23 Prozent.

Einer der Verlierer des Wahlabends: Manfred Fiedler hatte gehofft, dass er auch die Wähler der FWI und der Linkspartei neben denen der Grünen hinter sich bringen könnte. Das schlug fehl, denn er erreichte gerade mal 16,6 Prozent der Stimmen. Gemeinsam kamen die drei Wählergruppen und Parteien auf 23 Prozent. © Tobias Weckenbrock

Es war der Versuch, die Wähler der Grünen, der FWI und der Linken hinter einer Person zu vereinen. Vermutlich ein vernünftiger Ansatz, denn als Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen holte Manfred Fiedler bei der Bürgermeisterwahl 2015 8,4 Prozent. Diesmal sollten es bis zu 30 Prozent werden.

Wurden es nicht: Mit 16,7 Prozent verdoppelte er seinen Stimmanteil vom letzten Mal, aber blieb deutlich hinter Oliver Lind (CDU / 25,5 Prozent) zurück. Nun hat er sich an seine Wähler und die Parteien gewandt, denn für den 59-Jährigen ist nun der Abschied gekommen.

„Nach intensiven Monaten“, schreibt Fiedler, wolle er „zunächst den Menschen meinen Dank aussprechen, die mich in dieser Zeit unterstützt haben. Ich danke den Menschen, die mir das Vertrauen geschenkt haben und mich gewählt haben.“ Er zolle Amtsinhaber Rajko Kravanja Anerkennung und Respekt. Er habe zwar seinen Prozentwert verdoppelt, „aber wir hatten uns im Team deutlich mehr erhofft“.

„Welches Potenzial wir haben“

Die „vielen positiven Begegnungen“ mit den vielen Menschen unserer Stadt seien dennoch „eine außerordentliche Bereicherung“ gewesen: „Sie haben einerseits gezeigt, wo es in unserer Stadt drückt. Aber auch, welches Potenzial an kreativen Ideen wir haben. Es macht noch einmal deutlich, dass das wichtigste politische Potenzial in dieser Stadt die Bürgerinnen und Bürger selbst sind.“

Schließlich gelte sein Dank den drei Parteien, die ihn als ihren Kandidaten ausgewählt haben: „Auch wenn die Rechnung nicht ganz aufgegangen ist, die überparteiliche Zusammenarbeit und das dadurch entwickelte gemeinsame Verständnis für Lösungen in unserer Stadt wird mit dem Wahltag nicht beendet werden“, so Fiedler.

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Fiedler kandidierte für die Grünen nicht wieder für den Stadtrat. Er hatte das im Vorfeld mit einem zum Teil nicht zu ertragenden Umgang untereinander in der Politik begründet.

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