Marktplatz nach Ckü verschmutzt: EUV will zu einem speziellen Präventiv-Mittel greifen

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Es ist das alte Problem: Nach dem Abbau großer Veranstaltungen sieht das Pflaster rund um den Castroper Marktplatz aus wie Sau. Jetzt hat der EUV eine auf den ersten Blick skurrile Lösung.

Castrop

, 10.07.2019 / Lesedauer: 2 min

Das Altstadt-Pflaster ist schick, aber sensibel: Während in der Fußgängerzone robustes Pflaster liegt, das dafür nicht so hübsch und so eben verlegt ist, hat der Marktplatz besondere Steine bekommen: Auf der Parkplatzfläche einen groben Betonstein, auf der umliegenden Boulevard-Fläche, den Gehwegen und am Reiterbrunnen einen feinporigen Naturstein.

Beide sorgen für Probleme, die nach „Castrop kocht über 2019“ mit Tausenden Besuchern mit Bier- und Gastroständen und Zigarettenkippen wieder aufgetreten sind: Die Fugen auf dem Parkplatz sind so breit, dass Kippen darin stecken bleiben. Die Saug-Kehrmaschinen des EUV-Stadtbetriebs können sie aber nicht heraussaugen, weil sie sonst auch das Granulat mit absaugen.

Das Problem mit den Flüssigkeiten

Der Naturstein ist anfällig für Rückstände: Flüssigkeiten, Fette und Öle, die gerade bei einem Koch-Event unter den Zelten der Gastronomen für Rückstände gesorgt haben. Maries Graeber von der CDU sagte nun im Rat: „Es sollen ja selbstreinigende Steine sein - wann fangen sie denn zu reinigen an?“

Marktplatz nach Ckü verschmutzt: EUV will zu einem speziellen Präventiv-Mittel greifen

Zigarettenstümmel finden sich an vielen Stellen auf dem Pflaster des Altstadtmarktes. © Tobias Weckenbrock

EUV-Chef Michael Werner erklärte, die Steine seien nicht selbstreinigend. Stattdessen werde man mit einem Unternehmen versuchen, mit heißer Flüssigkeit zu säubern. Und man denke weiter: Künftig werde man Veranstaltern die Auflage erteilen, unter den Ständen Teppich zu verlegen und mehr Aschenbecher aufzustellen.

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