Maskenpflicht: Verloren im Wust der Corona-Regeln? Es gibt einen Ausweg

hzMeinung

Es ist ein Masken-Chaos, vor allem, wenn man sich über Stadtgrenzen hinaus bewegt. Auf oder ab? Wo hört Innenstadt auf, wo fängt sie an? Was gilt hier, was dort? Aber es kann so einfach sein.

Castrop-Rauxel

, 23.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kürzlich in der Altstadt: An der Marktfrau-Skulptur auf der Zufahrt zum Castroper Marktplatz, gilt denn da nun bitte eine Maskenpflicht? Gilt sie ab Blumen Risse? Gilt sie nur in der Fußgängerzone, also ab Juwelier Zimmer? Gilt sie...?

Wenn man Castrop-Rauxel verlässt: Gilt sie im Zentrum von Mengede, von Lütgendortmund oder Huckarde? Wer in Merklinde wohnt, der merkt gar nicht, wenn er plötzlich Dortmunder Stadtgebiet betritt. Aber vielleicht sind die Corona-Regeln dort andere als bei uns... Zumal man die MNS-Pflicht nun in Dortmund sogar auf bestimmte Tageszeiten beschränkt.

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Was in der Vielstimmigkeit bei der Beherbergungspflicht ausgefochten wird, betrifft uns nun eigentlich auch ganz real vor Ort: Wir haben den Überblick verloren in dem Wust der Regelungen. Weil sie vielleicht vor einer Woche noch ganz andere waren. Weil wir im Klein-Klein verhindern wollen, dass wir noch einmal alle Läden, alle Schulen, alle Theater, alle Schwimmbäder... alles zu machen müssen.

Das verunsichert

Aber was ist nun die Lösung? Um es vorweg zu sagen: Ich trage Mehrfach-Maske und bin wohl das Gegenteil eines Corona-Leugners. Aber ich kann auch verstehen, wenn man bei alledem gerade nicht mehr durchblickt. Und das verunsichert.

Ich kann auch verstehen, dass Politiker nicht für alles eine gute Antwort haben, was noch nie vorher erprobt worden ist. Ich hege aber großes Vertrauen in den wissenschaftlich gestützten Rat, den Politiker bekommen. Dass selbst Gesundheitsminister Jens Spahn das Coronavirus ereilte, ist ja eigentlich die kurioseste Wendung dieser Tage. Komischer wäre nur noch eine Infektion von Markus Söder.

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Aber zurück zum Maskentragen vor Ort: Ich habe eine ganz praktische Lösung, die auch das Problem der Verunsicherung und der Zonen und der Zeiten, von wann bis wann die Pflicht gilt, aufhebt. Es geht um gesunden Menschenverstand und Solidarität. Zentral ist beim Alltagsmasketragen der Gedanke, dass die Maske nicht den Träger schützt, sondern sein Gegenüber. Wenn der auch eine Maske trägt, profitiere ich davon.

Dass ich durch Masken weniger Tröpfchen abbekomme, selbst, wenn jemand mir ins Gesicht niest, ist logisch. Für die Erkenntnis muss man kein Wissenschaftler sein. Also tragen wir sie doch einfach überall dort, wo die Pflicht offensichtlich ist, weil wir auf Schildern oder von Personal darauf hingewiesen werden, und da, wo es uns sehr eng erscheint.

Hinterfragen wir unser Verhalten

Es kommt aber vor allem auf eines an: Hinterfragen wir unser Verhalten selbst! Wohin muss ich in meiner Freizeit wirklich gehen? Welchem Risiko will ich mich aussetzen? Viel entscheidender als das Masketragen ist die Reduzierung von Kontakten. Was man weglässt, entscheidet man selbst. Das nervt. Mich auch. Aber es ist so einfach.

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