Massenschlägerei vor einem Mehrfamilienhaus auf der Langen Straße

hzMit Holzstöcken

Eine Massenschlägerei hat sich am Sonntagabend auf der Langen Straße in Habinghorst abgespielt. Vor einem Mehrfamilienhaus. Näher will die Polizei auf die Örtlichkeit nicht eingehen.

Habinghorst

, 06.07.2020, 13:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Einen selbst für Polizeiverhältnisse ungewöhnlichen Einsatz hatte die Castrop-Rauxeler Polizei am Sonntagabend (5.7.) zu bewältigen: Durch einen Anruf über den Notruf 110 war man auf eine offensichtlich tobende Massenschlägerei vor einem Mehrfamilienhaus an der Langen Straße in Habinghorst gerufen worden.

„Ob es ein unbeteiligter Zeuge oder ein Beteiligter war, der unsere Kollegen alarmiert hat“, kann ich nicht sagen“, schildert Polizeisprecher Michael Lesch am Montag auf Anfrage unserer Redaktion den Beginn des Einsatzes. Man sei daraufhin mit „der Lage angepasster Besetzung“, so Lesch, zum Schauplatz des Geschehens ausgerückt. „Wie viele Polizisten es waren, sagen wir aus einsatztaktischen Gründen nie.“

Polizei darf genauen Einsatzort nicht nennen

Vor Ort hatte sich die Lage beim Eintreffen der Polizeibeamten auf jeden Fall schon wieder entspannt. Wo genau „vor Ort“ ist, auch darüber dürfe Michael Lesch keine Auskunft geben, sagt er. Ein Mehrfamilienhaus auf der Langen Straße, so die Auskunft, bei der es der Polizeisprecher trotz Nachbohren unserer Redaktion belassen müsse.

Vor diesem Haus auf jeden Fall soll sich am Sonntag gegen 21.45 Uhr eine größere Menge an Männern in die Köpfe geraten sein. Die Menge, aus der heraus die Massenschlägerei ihren Ausgang nahm, war so groß, dass die Polizei nach Vernehmungen vor Ort immerhin elf Beschuldigte ausmachte.

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„Ob Beschuldigte gleichzeitig auch Opfer sind, lässt sich dabei bisher noch nicht genau nachvollziehen“, so Lesch. Dazu werde es weitere Befragungen geben.

Was genau der Auslöser der massiven Streitigkeiten war, steht bislang nicht fest. Belegt ist aber, dass es sich bei den Beteiligten um in Castrop-Rauxel und Berlin gemeldete Personen gehandelt hat.

Holzstöcke und Pfefferspray eingesetzt

Die waren auf der Langen Straße so bös aneinander geraten, dass Worte offenbar nicht ausreichten, um den Konflikt auszutragen. So flogen die Fäuste. Laut Polizei wurden auch Holzstöcke benutzt, um aufeinander einzuschlagen. Auch Pfefferspray sei zum Einsatz gekommen.

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Die Polizeibeamten versuchten, all diese Vorkommnisse einzuordnen, machten dabei insgesamt acht leicht verletzte Männer aus. „Ins Krankenhaus musste niemand, ein Rettungswagen war aber vor Ort und versorgte die Männer, auch wegen des Pfeffersprays“, so Michael Lesch.

In Haft genommen wurde keiner der Beteiligten. Die Personalien aller Männer aber wurden aufgenommen. Vernehmungen von Zeugen und Beschuldigten sollen jetzt dabei helfen, die Situation aufzuklären.

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