Abitur 2021

Mathe-Abitur auf dem Prüfstand – Hoffnung für Castrop-Rauxeler Schüler

Der Ärger über das Mathe-Abitur ist groß. Tausende Schüler – auch aus Castrop-Rauxel – beschweren sich und erhalten viel Unterstützung. Nun beschäftigt sich die Politik damit.
Auch am Adalbert-Stifter-Gymnasium soll ab kommender Woche wieder auf Präsenzunterricht verzichtet werden. © Anissa Sawatzki

Die Aufregung ist nach wie vor groß. Inzwischen – Stand Mittwochvormittag (12. Mai) – haben circa 13.000 Schülerinnen und Schüler die eine Petition unterschrieben, knapp 7500 die andere. Ihr Ärger richtet sich gegen das Schulministerium, das zu komplizierte Mathe-Abiturklausuren gestellt habe. Nun gibt es offenbar Hoffnung für die Abiturientinnen und Abiturienten.

Wie die WAZ berichtet, hat sich der Petitionsausschuss des NRW-Landtags am Dienstag (11. Mai) mit dem Abitur-Anliegen beschäftigt. Der Ausschussvorsitzende Serdar Yüksel (SPD) wird mit den Worten zitiert: „Wir haben das Schulministerium um Stellungnahme gebeten, sogar mit einer verkürzten Frist.“ Innerhalb von vier Wochen solle sich das Schulministerium von Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) äußern, Yüksel erwartet eine deutlich zügigere Antwort.

„Im allerschlimmsten Fall muss die Prüfung wiederholt werden“

„Auf dieser Grundlage werden wir dann bewerten, ob die Klagen gerechtfertigt sind. Im allerschlimmsten Fall muss die Prüfung wiederholt werden“, fordert Yüksel. Denkbar sei auch, dass es zu einer „angepassten Bewertung“ komme. Das könne aber selbst das Ministerium nicht allein entscheiden – es würden externe Fachleute hinzugezogen.

Jaron Bergmann hadert mit der diesjährigen Abitur-Prüfung im Fach Mathematik - und ist damit nicht allein.
Jaron Bergmann hadert mit der diesjährigen Abitur-Prüfung im Fach Mathematik – und ist damit nicht allein. © Privat © Privat

Bisher hatte das Schulministerium die Aufgaben verteidigt und sie als „grundsätzlich angemessen“ bewertet. Die Lehrergewerkschaft GEW sieht das anders, ebenso die Schülerinnen und Schüler. Der Castroper Abiturient Jaron Bergmann sagte uns: Die Komplexität der Aufgaben und die vorhandene Zeit hätten „in keinem vernünftigen Verhältnis gestanden“.

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