Für das Menükarussell denken sich Köche besondere Menüs aus (Symbolbild). © picture-alliance/ dpa
Gastronomie

Menükarussell erst im Herbst: Vier Restaurants aus Castrop-Rauxel sind dabei

Die Gastronomie wurde in der Coronakrise gebeutelt. Neue Gäste zu gewinnen, ist wichtig. Das Menükarussell soll sich doch noch drehen. Auch Restaurants aus Castrop-Rauxel sind dabei.

Lange konnte die Gastronomie in der Corona-Pandemie nur eingeschränkt arbeiten. Einige Restaurants hatten komplett geschlossen, andere hielten sich mit Lieferservice über Wasser. Die Freude ist groß, dass jetzt wieder weitgehend Normalität herrscht. Damit kann jetzt auch eine Aktion nachgeholt werden, die sonst immer im Februar und März stattfindet.

Wegen der Corona-Pandemie wurde der Start des Menükarussells erst vom Februar auf den März verschoben. Jetzt soll es im September und Oktober stattfinden. Für die meisten Gastronomen sind die beiden Monate zwar nicht ganz so günstig wie die beiden frühen Monate, in denen das Geschäft meist nicht so gut läuft: Es machen aber dennoch fast alle weiter mit.

Viele Fans des Menükarussells probieren jedes Jahr neue Küchen aus

Aus Castrop-Rauxel sind vier Restaurants dabei, jenseits der Stadtgrenze kommt noch das Tante Amanda in Westerfilde dazu. Insgesamt bieten mehr als 110 Restaurants in vier Regionen ein Vier-Gang-Menü an, meist mit einer vegetarischen Variante. Wein, Bier und Mineralwasser ist im Preis inbegriffen. Das macht das Ganze günstig. Castrop-Rauxels Küche findet sich unter „Dortmund und Umgebung“.

Viele Menschen sind inzwischen „Stammgäste“ des Menükarussells, fahren in jedem Jahr wieder zu anderen Restaurants, um neue Küchen zu testen. „Wir lassen uns etwas Exquisites einfallen“, sagt deshalb Marlen Kempf, Inhaberin des Parkbads Süd am Stadtgarten. Das Menü, das für den Februar konzipiert wurde, wird wahrscheinlich so bestehen bleiben.

Das Parkbad Süd ist eines von vier Castrop-Rauxeler Restaurants, die beim Menükarussell mitmachen.
Das Parkbad Süd ist eines von vier Castrop-Rauxeler Restaurants, die beim Menükarussell mitmachen. © Jens Lukas

Es trägt noch die Handschrift von Oleg Kravchuk, der inzwischen in den neuen Geschäftszweig, „Die Lieferbar“, gewechselt ist. Auch mit ungewohnten Kombinationen will man das Interesse der Karussellfahrer gewinnen. So trifft in der Vorspeise King Fisch mit Miso auf Avocado, Gurke und Apfel.

Es folgt ein Risotto mit Artischocke, grünem Spargel und Belper Knolle. Das ist ein spezieller Rohmilchkäse aus der Schweiz. Im Hauptgang sollen Lammkarree mit Blumen- und Rosenkohl sowie Shiitake serviert werden. Ein Green Tea Parfait bildet den süßen Abschluss.

Für das Menükarussell wird ein spezielles Menü kreiert

Bereits zum vierten Mal ist das Haus Hölter dabei. Für Chef Frank Philipp stand schnell fest, dass man auch beim Ersatztermin mitmachen will. Das sei auch werbetechnisch eine sehr gute Aktion, so der Betreiber des Restaurants und Biergartens an der Suderwicher Straße am Rhein-Herne-Kanal. „Es gibt Fans vom Menükarussell, die sich jedes Jahr neue Restaurants raussuchen, die sie ausprobieren wollen.“, sagt er.

Haus Hölter liegt an der Suderwicher Straße.
Haus Hölter liegt an der Suderwicher Straße. © Volker Engel

Deshalb wird auch immer ein spezielles Menü zusammengestellt. Konzipiert für den Februar wird es wahrscheinlich auch im Herbst Bestand haben. Zur Vorspeise wird Kalbfleisch in Balsamico-Lack auf marinierten Kartoffelscheiben, Rote Beete-Gel und Kräuterschaum serviert.

Nach Schaumsüppchen und Essenz von der Pastinake kann der Gast im Hauptgang wählen zwischen gebratenem Welsfilet auf Paprika-Risotto oder geschmortem Rinderschäufle und Tournedo vom Rinderfilet in Barolo-Jus. Eine Schokoladenterrine auf Bisquit mit Tonkabohneneis und Beeren rundet das Menü ab.

Lilli Leuthold (Leuthold's 1910 am Markt) und Bubi Leuthold (Tante Amanda) machen wie in früheren Jahren beim Menü-Karussell mit. Das Foto entstand bei der Präsentation der Aktion.
Lilli Leuthold (Leuthold’s 1910 am Markt) und Bubi Leuthold (Tante Amanda) machen wie in früheren Jahren beim Menü-Karussell mit. Das Foto entstand bei der Präsentation der Aktion. © Ann-Kathrin Gumpert

Seit Lilli Leuthold das 1910 am Markt in der Altstadt betreibt, macht sie beim Menükarussell mit. „Diesmal gab es ja die Option auszusetzen, aber wir wollen die Aktion mitnehmen“, erzählt sie. Auch sie berichtet, dass durch die Aktion neue Gäste zu ihr kommen. „Wir präsentieren uns, wie wir sind“, sagt sie über das Menü, das eventuell noch etwas überarbeitet wird. Den Vorschlag dafür hat sie schließlich bereits im Herbst 2020 entwickelt.

Im Leuthold‘s 1910 kommt ein „Blonder Schwede“ vorbei

Im Leuthold‘s 1910 starten Karussellfahrer mit konfiertem Schweinebauch, marinierten Linsen und Meerrettich. Nach einer Hummerschaumsuppe mit Estragon gibt es auch hier die Wahl: Seeteufel mit Zitrusfrüchten oder „Unser Kalbsschnitzel“ mit lauwarmen Kartoffel-Gurkensalat. Zum Abschied grüßt der „Blonde Schwede“ mit Apfelkompott, Crumble und weißer Schokolade.

Zum ersten Mal dabei ist die Trattoria Puglia an der Oberen Münsterstraße. Nunzio Marcucci hat dafür ein Menü entwickelt, das seine italienische Herkunft nicht leugnet. In vielen Gängen essen, auch das ist in Italien üblich.

Carpaccio von der Weißen Rübe und Fenchelwurst, danach Erbsenrisotto mit Seeteufelsaltimbocca und dann im Hauptgang Rinderfilet im Parma-Mantel oder Wildschweinmedalions, Pastinakenpüree und Rotwein-Schokoladensauce stehen bei ihm auf der Karte. Zum Abschuss serviert er ein Pistazien-Parfait.

Nunzio Marcucci ist mit seiner Trattoria Puglia Castrop-Rauxels
Nunzio Marcucci ist mit seiner Trattoria Puglia Castrop-Rauxels „Italiener des Jahres“. Zum ausgezeichneten Gesamtpaket des Restaurants zählt auch das Ambiente, etwa im „Giardino“, dem grünen Innenhof. © Jonas Hildebrandt

Kurz hinter der Stadtgrenze in Westerfilde macht außerdem Tante Amanda zum wiederholten Male beim Menükarussell mit. Bubi Leuthold serviert nicht nur „Bubis“ Fischsuppe. Zum Start kann der Gast Feldsalat mit geräucherter und gebratener Wachtelbrust und Waldpilzen kosten. Zum Hauptgang gibt es Wildlachs oder „Rossini“-Rinderfilet mit gebratener Gänsestopfleber. Eine Schokoladenvariation beendet das kulinarische Angebot.

Die Menüs kosten zwischen 49 und 59 Euro inklusive Wein, Bier und Mineralwasser. Alle Restaurants bieten auch vegetarische Varianten, die etwas günstiger sind. Zur Region Dortmund und Umgebung gehören 27 Küchenchefs in Castrop-Rauxel, Dortmund, Iserlohn, Unna, Waltrop, Werl und Wickede-Ruhr. Die Unternehmen Ruhr Nachrichten und Niggemann Food Frischemarkt unterstützen die Aktion.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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