Minister Laumann zu Corona bei Westfleisch: „Absolut neutral getestet“

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Nicht Hunderte wie in Coesfeld, sondern nur 37 Mitarbeiter wurden bei Westfleisch in Oer-Erkenschwick positiv auf das Coronavirus getestet. Minister Laumann erläuterte jetzt die Ergebnisse.

Castrop-Rauxel

, 15.05.2020, 17:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach den Ergebnissen aus Coesfeld musste im Kreis Recklinghausen befürchtet werden, dass auch im Oer-Erkenschwicker Schlachtbetrieb der Firma Westfleisch die Zahl der Corona-Infizierten hoch sein würde. Bei mehreren Hundert Infizierten drohte dem Kreis - und damit wohl auch Castrop-Rauxel - eine Aufhebung der Lockerungen.

1965 Personen wurden seit dem Wochenende in Oer-Erkenschwick getestet - 37 mit positivem Ergebnis, wie der Kreis am Freitagmittag mitteilte. Nur 37? Trotz der in der Fleischindustrie vorherrschenden, oft prekären Wohn- und Lebensverhältnisse in den Unterkünften der Beschäftigten?


Auf Nachfrage unserer Redaktion zerstreute NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann alle Zweifel an der Richtigkeit des Testergebnisses. Zur Frage, wie genau die Identitäten der Westfleisch-Mitarbeiter festgestellt wurden, sagte er: „Es wurde alles Personal getestet. Unabhängig von Nationalitäten.“

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Zu 100 Prozent ausschließen mochte Laumann nicht, dass die Firma Westfleisch zu den Tests in Oer-Erkenschwick möglicherweise Personen gebracht hat, die an anderen Standorten schon negativ getestet waren? „Zu 100 Prozent kann ich nie was ausschließen. Aber, wir haben absolut neutral getestet – durch von den Gesundheitsämtern eingesetztes Personal.“

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An dieser Stelle werden wir auch in der neuen Woche über alle Entwicklungen zum Coronavirus in Castrop-Rauxel berichten. Kostenlos. Seit Sonntagnachmittag gibt es in der Stadt 10 Infizierte. Von Tobias Weckenbrock, Thomas Schroeter, Marcel Witte, Jessica Hauck, Iris Müller

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