Castrop-Rauxeler bei der klimafreundlichen Sanierung ihrer Häuser unterstützen wollen (v.l.) Bürgermeister Rajko Kravanja, Sanierungmanager Bernd Horstmann, Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Langensiepen und Stadtbaurätin Bettina Lenort. © Nora Varga
Klimaschutz

Mit Superhelden sagt Castrop-Rauxel dem Klimawandel den Kampf an

Mit der Informationskampagne „CASKlimahelden“ stehen Stadt und Stadtwerke Castrop-Rauxelern bei der energetischen Sanierung ihrer Häuser zur Seite. Auch, wenn es um Vergünstigungen geht.

Vier Superhelden in wehenden Capes sind die Gesichter der neuen Klimaschutz-Kampagne der Stadt und der Stadtwerke Castrop-Rauxel. Die blauen und grünen Figuren erinnern an Captain Marvel, Super Man, Batman und Iron Man.

„CASKlimahelden“ heißt die Kampagne.

Ihr Kern: Mehr als 20.000 Castrop-Rauxelerinnen und Castrop-Rauxeler können dem Aufruf „Sei ein Klimaheld!“ folgen und dem Klimawandel den Kampf ansagen. „Unser größter Feind heißt nicht Joker, sondern CO2!“ steht auf einem der Plakate zur Kampagne.

„Die besten Möglichkeiten, Energie zu sparen, haben wir nicht in öffentlichen Gebäuden, sondern in privaten Haushalten“, erklärt Stadtbaurätin Bettina Lenort. Deswegen gibt es bei „CASKlimahelden“ kostenlose Informationsangebote für Privatleute, die ihr Zuhause energetisch sanieren wollen. Fördergelder für solche Umbauprojekte gebe es, sagt Bürgermeister Rajko Kravanja. Dabei, für das eigene Vorhaben an diese Gelder zu kommen, hilft die Informationskampagne.

Drei Beratungsangebote

Denn während der Umweltschutz ein immer präsenteres Thema ist, bleibt das Thema Energetische Sanierung für viele Menschen zu komplex, um es selbst anzugehen. Wer ohne Hilfe und Beratung nicht weiß, welche Sanierungen sich lohnen und wo er anfangen soll, tut am Ende gar nichts. „Der Klimawandel geht uns aber alle an“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jens Langensiepen. Nur wenn jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einen Beitrag leiste, könne man noch etwas ausrichten.

Der Aufforderung
Der Aufforderung “Sei ein Klimaheld” sollen bald viele Castrop-Rauxeler folgen. Dabei wollen Stadt und Stadtwerke mit einer Informationskampagne helfen. © Nora Varga © Nora Varga

Die Klimahelden gehen in Ickern, Habinghorst und dem Süden von Henrichenburg an den Start. In diesem Projektgebiet „rechts und links der Emscher leben 25.000 Menschen, rund ein Drittel aller Castrop-Rauxeler. „Wir haben da eine klassische Ruhrgebietsarchitektur mit Zechenhäusern und Nachkriegsbauten“, sagt Bettina Lenort. Klimafreundlich saniert ist davon aber noch nicht viel. Es gibt also einiges zu tun.

Das Informationsprojekt „Klimahelden“ ist dreigeteilt: Es gibt Beratungen bei den Bürgern zu Hause, in den Quartiersbüros Ickern und Habinghorst oder bei öffentlichen Informationsabenden, die monatlich stattfinden. Kostenlos ist jedes der drei Angebote. Es beteiligen sich auch der EUV, die Verbraucherzentrale NRW und viele lokale Partner.

„Unsere Sanierungsmanager beraten zu Solarenergie, E-Mobilität und Wärmeversorgung“, erklärt Jens Langensiepen. „Weil die beste Kilowattstunde aber nach wie vor die ist, die gar nicht erst verbraucht ist, schauen wir uns auch Gebäudehülle und Dämmung an.“

Die ersten Termine stehen schon fest

Über die Autorin
1997 in Dortmund geboren. Dort seit 2017 für die Ruhr Nachrichten im Einsatz. Habe die Stadt dabei neu kennen und lieben gelernt. Mag die großen und kleinen Geschichten um mich herum, Bücher, schreiben und fotografieren.
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