Nach Unfall auf der Brücke an der Lambertstraße fordert ein CDU-Politiker Konsequenzen

hzUnfall am Kanal

Nach dem Unfall auf der Becklembrücke an der Lambertstraße in Castrop-Rauxel fordert ein CDU-Politiker Konsequenzen. Ob das Unglück dadurch vermeidbar gewesen wäre, ist wiederum eine Frage.

Castrop-Rauxel

, 01.02.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Dienstag ist ein Rettungswagen mit der Höhenbegrenzung der Brücke an der Lambertstraße in Henrichenburg kollidiert. Dabei wurden vier Personen verletzt. Zu diesen zählen die 52-jährige Fahrerin des Wagens, ein Notarzt (65), ein Sanitäter (50) und ein Patient (63) aus Castrop-Rauxel.

Während dieser Unfall hohe Aufmerksamkeit erregte, werde einem anderen Problem, ebenfalls an der Brücke, aus der Sicht des Henrichenburger CDU-Ratsmitglieds Josef Berkel zu wenig Beachtung geschenkt.

Er kritisiert: „Jeden Monat steht mindestens ein Wagen vor der Brücke auf der Lambertstraße und muss die 100 Meter rückwärts zurückfahren“, sagt Josef Berkel. Aufgrund der engen Straße bliebe den Fahrern nichts anderes übrig, weil keine Wendemöglichkeit bestünde.

Die Beschilderung sei das Problem

So etwas müsse laut Josef Berkel nicht sein, wenn man die Warnschilder, die über das maximale Gewicht und die zulässige Höhe informieren, an anderer Stelle positioniert würden.

Wer über die Lambertstraße aus südlicher Seite von Henrichenburg in Richtung Becklem fährt, wird etwa 300 Meter vor der Brücke an der Unterführung unter die Autobahn hindurch über die maximale Durchfahrtshöhe und Gewichtsbeschränkung informiert.

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An der Stelle wird es auf der engen Strecke schwierig, zu wenden. Das gleiche Problem haben Fahrzeuge, die aus entgegengesetzter Richtung, also aus Beecklem, die Brücke anfahren.

Josef Berkel hält es für sinnvoll, die Hinweisschilder früher zu positionieren. Er schlägt die Lambertstraße in Höhe des Pflegedienstes Hirschfeld vor. Dies hatte die CDU hatte bereits im September 2012 in einer Ausschusssitzung beantragt. Es wurde jedoch nicht umgesetzt. Der CDU sei es damals auch darum gegangen, eine größere Beschriftung in Sachen Durchfahrtshöhe und Gewichtsbeschränkung aufzustellen.

Josef Berkel lässt nicht locker

Nicole Fulgenzi, Stadtsprecherin in Castrop-Rauxel, verweist darauf, dass „die Schilder den Vorgaben entsprechen.“

Berkel möchte sich mit dieser Aussage nicht zufrieden geben und will die Beschilderung in den politischen Gremien noch einmal auf die Agenda setzen. Ob die größeren Schilder den Unfall des Rettungswagens verhindert hätten, ist dabei die Frage.

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Denn wie Nicole Fulgenzi zur Unfallursache spekuliert hatte, sei es wahrscheinlich, dass sich die Fahrerin in einer Stresssituation befunden habe und dies der Grund für die Kollision sei. Bis zur Brücke gibt es drei Warnschilder, da hätte auch ein früh aufgestelltes Schild den Unfall wohl nicht verhindert.

Auch das Navi des Rettungswagens spielt eine Rolle, denn es war auf den Pkw-Modus eingestellt, um den kürzesten Weg zu finden. Dadurch ist die zu niedrige Brücke nicht erkannt worden.

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