Blitz-Interview mit dem neuen Schulleiter am ASG: Hemd oder Hoodie, Herr Höck?

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Im Interview haben wir dem neuen Schulleiter am ASG auf den Zahn gefühlt. Sekt oder Selters? Camping oder Kreuzfahrt? Und natürlich: BVB oder Schalke? Seine Antworten: wie aus der Pistole.

Castrop-Rauxel

, 07.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Über die Rückkehr zu G9, das große Ziel Digitalisierung und Fridays For Future hatten wir mit dem neuen Schulleiter am ASG Joachim Höck zum Start des Schuljahrs gesprochen. Und wie sieht es privat bei ihm aus? Wir stellten ihm schnelle Entweder-Oder-Fragen und waren überrascht über so manche Antwort.

Sekt oder Selters, Herr Höck?

Das ist immer eine Frage des Anlasses. Ich sage immer Ja zum Leben und freue mich über viele Anlässe, die es bietet. Also bin ich eher der Sekttyp. Ich weiß aber auch, dass man manchmal auf den Boden der Tatsachen zurückkommen muss. Um den guten Geschmack des Sektes zu würdigen, kann durchaus auch mal ein Selters gut sein.

Die Frage Kaffee oder Tee kann ich ja streichen. Wir trinken hier gerade Kaffee...

Nein, ich mag durchaus beides. Über den Tag verteilt tatsächlich mehr Tee. Ich bin ein großer Freund guter Tees. Nicht so sehr die Parfümierten, eher zum Beispiel grünem Tee. Den Kaffee brauche ich, um wach zu bleiben, den Tee trinke ich für den Flüssigkeitshaushalt und weil er mir schmeckt.

Die Digitalisierung ist eines der großen Ziele für das ASG. Sind Sie privat eher Print oder eher online unterwegs?

Das kommt ganz darauf an. Beim Schreiben bin ich eher online, beim Lesen nach wie vor analog unterwegs. Was die Arbeit angeht, mache ich mittlerweile alles am Rechner und am i-Pad. Ich weiß aber auch, dass Digitalisierung ein Teil der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderung ist. Sei es im Beruf oder privat. Das wird einfach erwartet. Es wird völlig selbstverständlich sein, dass viele Abläufe in unserem Alltag bald digital sind.

Schalke oder BVB?

Diese Frage kommt immer, sie verfolgt einen weit, auch bis nach Dülmen. Ich verfolge das bisweilen mit Interesse, aber mein Herz hängt nicht daran. Ich habe für beide Seiten Sympathien. Mein Herz hängt in den letzten Jahren, weil mein Sohn es macht, am Rudersport. Der Ruderverein Emscher Wanne-Eickel Herten ist am Kanal gegenüber der Cranger Kirmes angesiedelt. Ein kleiner Verein, aber wir fahren immer mit zu den Regatten und sind mit großer Begeisterung dabei. Ich finde den Sport von der Optik und dem Kampfgeist her sehr faszinierend.

Hemd oder Hoodie?

Wie Sie sehen. auch gerne mal Hemd. Immer dann, wenn ich nicht in offizieller Funktion unterwegs bin, T-Shirt und Hoodie. Natürlich in einem Outfit, in dem man mich noch von den Schülern unterscheiden kann. Ich bin aber gerne auch laissez faire unterwegs.

Hund oder Katze?

Wir haben keine Haustiere. Wir werden auch keine haben wollen, weil meine Frau allergisch auf Katzenhaare ist. Ich finde Hunde schön. Faszinierender finde ich aber Katzen. Die haben ihr eigenes Wesen, genießen ihre Freiheit. Ein Hund wäre mir zu viel Einschränkung. Zum Beispiel im Urlaub.

Urlaub ist ein gutes Stichwort: Camping oder Kreuzfahrt?

Sehr lange haben wir Camping gemacht. Inzwischen nicht mehr. Das letzte Mal vor sieben Jahren in England mit drei Wochen Nieselregen und klammen Klamotten. Dann kommt irgendwann noch das Alter. Das funktioniert mit der Isomatte dann einfach nicht mehr. Stattdessen nehmen wir heute eine Ferienwohnung. Aber niemals Kreuzfahrt. Aus einem ganz einfachen Grund, wenn wir den ökologischen Aspekt hier mal beiseitelassen: Allein die Vorstellung, mit ganz vielen anderen Leuten über mehrere Tage auf einem engeren Raum zu verbringen, gefällt mir nicht. Wir genießen im Urlaub unsere individuelle Freiheit.

Auto oder Zug, Bus, Fahrrad?

Ich bin eine Zeit lang sehr gerne Auto gefahren. Durch das Pendeln von Herne nach Bönen und Dülmen ist mir die Freude daran etwas vergällt worden. Das war nervig. Ich bin früher die Strecke nach Berlin zu meinen Eltern gern gefahren. Heute ist es mir eine lästige Pflicht, auf das Fahren bezogen. Wenn ich es vermeiden kann, fahre nicht mit dem Auto. Das hat Umweltgründe, aber es macht mir auch einfach keinen Spaß mehr. Zum ASG brauche ich 20 Minuten mit dem Fahrrad. Das ist schöner als auf der A 43 eine Dreiviertelstunde mit dem Auto unterwegs zu sein. In den Urlaub fahren wir mit dem Auto, wegen der größeren Freiheit.

Schlager oder Rockmusik?

Rockmusik.

Kochen oder essen gehen?

Ich koche nicht selbst. Meine Frau kocht allerdings hervorragend, sodass die Notwendigkeit des regelmäßigen Essengehens entfällt. Es sei denn, es gibt einen Anlass. Bei Geburtstagen oder zu Ferienbeginn gehen wir sehr gerne essen. Und zwar ganz unterschiedlich. Das kann auch ein Burger sein. Also nicht die berühmte Kette, sondern lieber etwas Ausgefalleneres. Gerne gehen wir aber auch einfach in ein gutes Restaurant.

ZUR PERSON

JOACHIM HÖCK

  • Joachim Höck wurde 1966 in Magdeburg als fünftes Kind eines Pfarrerpaares geboren und wuchs in der DDR auf.
  • Sein Studium in Deutsch und Geschichte absolvierte Höck ab 1990 an der Ruhruniversität Bochum.
  • Höck arbeitete nicht sofort als Lehrer, ging zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität nach Bonn. Danach arbeitete er als Redakteur für einen Versandhandel in Waltrop.
  • Von 2005 bis 2007 absolvierte er sein Referendariat in Essen.
  • Bis 2016 unterrichtete Höck am am Marie-Curie-Gymnasium in Bönen, bevor er stellvertretender Schulleiter am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium Dülmen wurde, seiner letzten Station vor dem ASG.
  • Joachim Höck lebt mit seiner Frau und einem Sohn in Herne.
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