Offiziell: Neue Corona-Regelungen im Kreis Recklinghausen in Kraft

Coronavirus

Die neuen Vorschriften im Kampf gegen das Coronavirus sind nun offiziell. Für die Menschen im Kreis Recklinghausen wird die Maskenpflicht teils erheblich ausgeweitet.

Castrop-Rauxel

, 12.10.2020, 19:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Corona-Zahlen steigen. Die Stadt appelliert an alle Castrop-Rauxeler, etwa die Maskenpflicht konsequent einzuhalten.

Die Corona-Zahlen steigen. Im Kreis Recklinghausen wird die Maskenpflicht nun erheblich ausgeweitet. © Thomas Schroeter

Schon am Freitag hatten sich die Bürgermeister aus den Städten des Kreises Recklinghausen auf Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus verständigt. Nun ist die entsprechende Allgemeinverfügung erlassen, die Maßnahmen sind damit auch für Castrop-Rauxel, Dorsten, Haltern und die weiteren Städte des Kreises in Kraft.

Über eindeutige Gebote und Verbote hinaus hat der Kreis auch einige „Empfehlungen“ veröffentlicht – und Tipps gegeben, wie Angehörige mit Corona-Kranken im gleichen Haushalt umgehen sollten.

Folgende Regeln gelten:

  • seit Samstag ist die Teilnehmerzahl bei Feiern in Restaurants, Sälen etc. auf 25 Personen begrenzt
  • Die zulässige Gruppengröße im öffentlichen Raum ist auf fünf Personen beschränkt
  • In Fußgängerzonen und auf allen öffentlichen Plätzen gilt künftig die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Maskenpflicht)
  • Die Maskenpflicht herrscht auch in weiterführenden Schulen und Berufskollegs und zwar überall dort, wo ein Abstand von 1,50 Meter zueinander nicht eingehalten werden kann
  • Zuschauer müssen ab sofort auch bei allen Sportveranstaltungen in Hallen eine Maske tragen. An Sportplätzen, also beispielsweise auf Fußballplätzen, herrscht die Maskenpflicht dagegen nicht, wie Kreis-Sprecherin Svenja Küchmeister unserer Redaktion bestätigte.
  • In der Öffentlichkeit herrscht zwischen 22 und 6 Uhr Alkoholverbot. Im „konzessionierten Bereich von Gaststätten einschließlich der Außengastronomie“ darf allerdings auch innerhalb dieser Zeit Alkohol getrunken werden.
  • In der Öffentlichkeit ist es verboten, Shisha zu rauchen.
  • Stark eingeschränkt ist der Besuch von Krankenhaus-Patienten:
    Grundsätzlich sollen Besuche im Krankenhaus verboten sein. Es soll aber Ausnahmen geben. So sollen etwa Patienten mit einem stationären Aufenthalt von mindestens fünf Tagen alle fünf Tage einen Besucher empfangen und Kinder täglich von ihren Eltern besucht werden dürfen. Väter dürfen bei der Geburt dabei sein und auch in den Folgetagen die Mutter und ihr Neugeborenes besuchen. Sterbende können uneingeschränkt Besuch empfangen.

Zu den Empfehlungen gehören:

  • Sportvereine sollten vor allem im Bereich der Umkleiden unbedingt auf die Hygienevorschriften achten.
  • Große Arbeitgeber sollten zum Schutz ihrer Mitarbeiter eine Maskenpflicht in den Betrieben einführen.
  • Zusammenkünfte von vielen Personen in engen Räumlichkeiten müssen vermieden werden.
  • AHA-Regeln einhalten: Abstand halten – Hygieneregeln beachten – Alltagsmaske tragen.

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Wenn in der häuslichen Gemeinschaft eine Corona-Infektion auftritt, sollten dringend folgende Maßnahmen eingehalten werden, um eine Weiterverbreitung innerhalb der Gemeinschaft zu vermeiden:

  • Es sollte immer ein Abstand von mehr als 1,50 m zur positiv getesteten Person eingehalten werden und eine Maske getragen werden. Die betroffene Person sollte, wenn möglich, in einem Einzelzimmer untergebracht werden, das in regelmäßigen Abständen, wie auch die gesamte Wohnung, effektiv gelüftet wird (Stoßlüftung).
  • Es sollten keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden und Gemeinschaftsräume sollten nur benutzt werden, wenn es unbedingt nötig ist. Wenn die Wohnsituation es ermöglicht, sollte die betroffene Person ein eigenes Badezimmer benutzen, ist die Möglichkeit nicht gegeben, sollten Oberflächen im Badezimmer nach Benutzung gereinigt werden.
  • Jede Person im Haushalt sollte ausschließlich eigene Handtücher benutzen und die Wäsche der betroffenen Person sollte nach Möglichkeit bei 60°C gewaschen werden.
  • Selbstverständlich sei, dass kleine Kinder sich nicht im o.g. Maße isolieren können, diese Hinweise sind im handhabbaren Rahmen umzusetzen.

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