Die Post baut einen neuen Standort in Castrop-Rauxel. Robby Schaap, Leiter des Zustellstützpunkts, und Jürgen Böhmer, Verantwortlicher für Immobilien in der Briefniederlassung Dortmund, inspizieren die Baustelle. © Jonas Hildebrandt
Neuer Standort

Offiziell: Post verlässt den Busbahnhof in der Castroper Altstadt

Was sich bereits angedeutet hatte, ist nun offiziell bestätigt. Die Post zieht um. Das bedeutet weniger Verkehr in der Castrop-Rauxeler Altstadt. Der neue Standort sei „optimal“.

Am Freitag (30.7.) stellte die Post zum Baubeginn offiziell den neuen zentralen Stützpunkt in Castrop-Rauxel vor. Er entsteht auf einer der letzten Freiflächen im Mittelstandspark Ost in Ickern. Wo der Deininghauser Weg auf die Klöcknerstraße trifft, wird der neue Standort der Deutschen Post errichtet. Die Verantwortlichen sind mit dem Standort überaus zufrieden – und freuen sich über den Baubeginn.

„Es ist schön, dass endlich die Bagger rollen“, sagt Robby Schaap, Leiter des Zustellstützpunktes. Bis zum Frühjahr 2022 soll der Bau abgeschlossen sein. Dann wird der neue Stützpunkt in Betrieb genommen und ersetzt damit die bisherigen Post-Standorte in Castrop-Rauxel. Das betrifft den Standort an der Wartburgstraße in Habinghorst und den an der Lönsstraße mitten in der Altstadt.

Kunden dürfen jedoch unbesorgt sein. Die Filiale der Post/Postbank am Münsterplatz bleibt erhalten. Lediglich die Zustellstützpunkte werden in Ickern an einem neuen Ort zusammengelegt. Das bringe viele Vorteile mit sich. Zum einen werde der Verkehr in der Altstadt entlastet. Bis zu zehn Fahrten täglich, bei denen Briefe und Pakete angeliefert werden, bleiben der Innenstadt künftig erspart.

Keine Veränderungen für Kunden

Ansonsten „wird der Kunde im Prinzip keine Veränderungen feststellen“, erklärt Schaap. Für die Deutsche Post bringt der neue Stützpunkt dafür allerlei Vorteile mit sich. „Hier wird ein optimaler Arbeitsablauf möglich sein“, freut sich Pressesprecher Rainer Ernzer. Das Gebäude sei ideal für die Arbeit ausgelegt. Es werde alles ebenerdig sein, Treppen und unnütze Wege soll es nicht mehr geben.

Der neue zentrale Zustellstützpunkt entsteht im Mittelstandspark Ost, an der Ecke Deininghauser Weg / Klöcknerstraße.
Der neue zentrale Zustellstützpunkt entsteht im Mittelstandspark Ost, an der Ecke Deininghauser Weg / Klöcknerstraße. © Jonas Hildebrandt © Jonas Hildebrandt

Das bedeute auch Erleichterungen für die Mitarbeiter. Der neue Standort soll dabei „unterstützen, dass Mitarbeiter nicht noch mehr belastet werden, als sie es durch den Job sowieso schon sind“, erklärt Ernzer.

Aktuell habe die Post etwa 40 reine Briefzusteller, so Schaap. Besonders der Umzug aus der 1. Etage in der Altstadt in den neuen Standort, der nur über ein Erdgeschoss verfügt, mache vieles einfacher. „Das ist ein Riesenvorteil“, sagt Schaap. Er spricht auch von einem „Musterstandort“.

Neuer Standort ist ökologischer

Und nicht nur „effektiver und wirtschaftlicher“, auch „ökologischer“ soll der neue Standort laut Ernzer werden. Denn die Deutsche Post habe bundesweit ehrgeizige Klimaziele. So wolle man bis 2025 die CO2-Emissionen um 70 Prozent verringern und ab 2050 komplett klimaneutral arbeiten.

„Das geht nur, indem man die Zustellung elektrifiziert“, kündigt Ernzer die vermehrte Nutzung von Elektroautos an. Bereits jetzt nutzt die Post in Castrop-Rauxel Elektroautos. Am neuen Standort solle das aber noch einmal „deutlich ausgeweitet“ werden, so Ernzer. Dazu würden dort zum Beispiel extra Ladesäulen errichtet.

Die Gebäude sollen mit Hilfe von Photovoltaikanlagen energieneutral betrieben werden. Zusammen genommen nehmen die Gebäude etwa 1800 Quadratmeter von den insgesamt 9800 Quadratmetern des Grundstücks ein.

Ökologischer werden will die Post auch bei der Art der Zustellung. Künftig soll die Verbundzustellung zunehmen. Das bedeutet, dass Pakete und Briefe gemeinsam von einer Person und nicht länger separat geliefert werden sollen. So spare man Zeit und Fahrten.

Die Angestellten der Post müssen sich übrigens aufgrund des Umzugs keine Sorgen um ihren Job machen. Im Gegenteil: „Wir suchen immer zuverlässige Mitarbeiter“, sagt Pressesprecher Ernzer. Denn an Arbeit mangele es nicht. „Bereits vor Corona hatten wir jährlich ein Paketwachstum von 7 bis 8 Prozent“, berichtet er. Durch die Pandemie sei das noch einmal auf 15 bis 20 Prozent gestiegen.

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