EUV macht Nägel mit Köpfen: 150 neue Pendler-Parkplätze in Henrichenburg

hzAn der B235

Der Pendlerparkplatz an der B235, auf den Pendler und Henrichenburger seit Ewigkeiten warten, scheint in Sichtweite zu geraten. Die wichtigste Hürde ist genommen. Wie geht es jetzt weiter?

Henrichenburg

, 30.07.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit zig Jahren wartet man in Henrichenburg auf den Pendlerparkplatz, hatte sich das Henrichenburger Ratsmitglied Josef Berkel (CDU) im März noch in der Bauausschuss-Sitzung ereifert. Seit zwei Jahren höre man nichts mehr von dem Plan. „Wird das dieses Jahrhundert noch etwas?“, fragte Berkel damals in Richtung Stadtverwaltung.

Im März musste EUV-Chef Michael Werner den CDU-Mann noch vertrösten, musste auf einen „zähen Prozess“ verweisen, da es einen Grundstückswechsel gegeben habe und die Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) noch anstünden.

Jetzt sind die Stadt, der EUV, der Landesbetrieb Straßen NRW in Bochum und Landes-Experten mit Sitz in Hamm, die für Autobahnen zuständig sind, offenbar den entscheidenden Schritt weiter.

Die letzte Hürde ist endlich genommen

Wie unsere Redaktion auf Nachfrage bei der Stadt erfuhr, ist die wichtigste letzte Hürde, die für einen zähen und Jahre raubenden Prozess gesorgt hatte, nun aber endgültig aus dem Weg geräumt. Nachdem Straßen NRW schon 2017 einen Vertrag mit dem Landwirt Hubert Hennemann geschlossen hatte, ist drei Jahre später auch die Genehmigungshürde geschafft: „Die UVP-Vorprüfung und die Artenschutzvorprüfung sind mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden“, kann Stadtsprecherin Julia Schulze verkünden.


In Henrichenburg scheint ein Ende der unendlichen Geschichte um den Pendlerparkplatz im Bereich der A2-Auffahrt in Sicht.

In Henrichenburg scheint ein Ende der unendlichen Geschichte um den Pendlerparkplatz im Bereich der A2-Auffahrt in Sicht. © picture alliance/dpa

In der Vergangenheit waren die Pläne mehrfach durchkreuzt worden, hatten sich immer neue Hindernisse aufgetan. Erst verhinderten Leitungen im eigentlich vorgesehenen Gelände unweit der A2 an der B235 den Bau, dann gab es Probleme zwischen dem Grundstückseigentümer Lutz Sanders und der Stadt, sodass der Vertrag im Jahr 2014 platzte. Dann dauerte es bis 2017, ehe man sich mit Hennemann einigte.

Der Parkdruck rechts und links der B235 ist in den vergangenen Jahren aber nicht geringer geworden. Und so hat man händeringend auf ein Signal gewartet, dass es an der Bundesstraße rund um die Autobahnauf- und -abfahrt zur A2 endlich Entlastung geben würde.

Wie Julia Schulze im Auftrag der Stadt weiter mitteilen kann, würden wohl jetzt schnell Nägel mit Köpfen gemacht, denn „aktuell läuft das Verfahren zur Vergabe der Maßnahme an ein Planungsbüro über den EUV Stadtbetrieb“.

Denn der Landesbetrieb Straßen NRW gibt zwar das Geld für die rund 150 geplanten Pendlerplätze, der EUV aber ist für die Planung zuständig.

Die Fläche des neuen Parkplatzes wird dann in den Besitz des Bundes übergehen. Für die Anwohner des Bereichs, deren Bürgersteige seit Jahren von parkenden Autos zugestellt sind, wird der Pendler-Parkplatz eine enorme Entlastung bringen. Endlich.

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