„Pfarrhaus-Bande“: Urteilstermin erneut verschoben - Zeuge aus Serbien soll befragt werden

Landgericht Bochum

Neue Verzögerung im Prozess um die Pfarrhaus-Einbrüche in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel: Ein Urteil fällt nun wohl frühestens am 31. Januar. Ein Zeuge aus Serbien soll noch aussagen.

Castrop-Rauxel, Dortmund, Haltern

, 11.01.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Pfarrhaus-Bande“: Urteilstermin erneut verschoben - Zeuge aus Serbien soll befragt werden

© Werner von Braunschweig

Der Prozess gegen die drei mutmaßlichen Mitglieder einer Profi-Einbrecherbande, die auch in Pfarrhäusern in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel zugeschlagen haben soll, wird für alle Beteiligten zu einer Geduldsprobe.

Weil die Verteidiger nach fast elfmonatiger Verhandlungsdauer jetzt noch unbedingt einen vermeintlichen Entlastungszeugen befragen wollen, wurde eine für Freitag angedachte Urteilsverkündung kurzfristig verschoben.

Der Zeuge soll angeblich einer der wahren Einbrecher bei einem Coup in Mülheim an der Ruhr gewesen sein. Ob und wann die Richter den Mann vorladen wollen, blieb vorerst unklar.

Zeuge soll Entlastung für Angeklagten bringen

Die Staatsanwaltschaft hat bereits zweimal empfindliche Gefängnisstrafen gefordert. Der Hauptangeklagte (44) soll zu zwölf Jahren Haft, sein mitangeklagter Sohn (28) zu zehn und seine Partnerin (48) zu sechs Jahren und einem Monat Haft verurteilt werden. Die Verteidiger hatten zwischenzeitlich zahlreiche Beweisanträge gestellt, so dass es zu zeitlichen Verzögerungen gekommen war.

Laut Verteidigerin Victoria Grenz soll der Zeuge aus Serbien seinen Landsmann, den Hauptangeklagten, entscheidend entlasten können, weil angeblich er und nicht der 44-Jährige den fraglichen Überfall begangen hat.

Der Prozess soll nun am 31. Januar fortgesetzt werden.

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