Planungen für mehr Kita-Plätze in Castrop-Rauxel laufen - aber es dauert

hzNeue Kitas

Der Kita-Ausbau geht weiter. In der neuen Kita der Rasselbande an der Holzstraße läuft die Eingewöhnung. Das Ziel der Stadt ist es, die Versorgungslücke zu schließen. Doch es braucht Geduld.

Castrop-Rauxel

, 13.08.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Seniorenresidenz am Castroper Holz ist eigentlich Geschichte. Aber hat gleichwohl Relevanz für die Zukunft. Zumindest das Gebäude an der Holzstraße, in dem seit dem 3. August für das Kinderhaus Rasselbande die Eingewöhnungsphase läuft.

Wer das Gebäude nahe der Autobahn von vorne ansteuert, sieht sofort, dass hier noch kräftig gewerkelt wird. „Dort kommt die künftige Tagespflege hin“, sagt Rasselbande-Chefin Angelika Kirstein. Zur neuen Kita Rasselbande geht es links lang. Bei der Aufgabe des Altenheims von Geros an der Holzstraße zugunsten des neuen Seniorenzentrums Philogeria war schnell klar, dass dort Platz sein wird für Tagespflege von Geros und auch für eine Kita.

Neue Tagespflege soll am 1. November an den Start gehen

Die Tagespflege ist ein neues Angebot. Seinen Standort etwa am Stadtgarten hat Geros beibehalten. „Wir hoffen, dass wir zum 1. November an den Start gehen können“, sagt Geros-Geschäftsführer Alexander Boulbos.

In der Kita sollen ab September 40 Kinder von einem sechsköpfigen Team betreut werden. Seit dem Start der Kita wird die Betreuungszeit ganz langsam gesteigert. Gestartet wird zunächst in kleinerem Umfang, dann mit drei Gruppen, im Sommer 2021 sollen es vier sein (76 Plätze). Dabei handelt es sich um 61-Ü-3-Plätze und 15 U-3-Plätze. Und neben den regulären Plätzen sind hier auch Belegplätze für Unternehmen vorgesehen.

Rasselbande soll auch Träger der neuen Kita in der Harkort-Schule werden

Die Rasselbande soll vorbehaltlich des grünen Lichts vom Jugendhilfeausschuss auch Träger der neuen Kita an der Wittener Straße werden, dem Standort der ehemaligen Friedrich-Harkort-Schule in Merklinde Dort soll eine neue viergruppige Kita an den Start gehen.

Dafür soll der linke Gebäude-Trakt abgerissen werden. Über die geplante Inbetriebnahme steht in der Vorlage für die Sitzung noch nichts. Aber alle Parteien und Träger sind sich einig, dass alles getan werden soll, um die derzeit noch fehlenden Kita-Plätze zu schaffen.

Nach den letzten vorliegenden Zahlen der Stadtverwaltung von Anfang August warten aktuell exakt 99 Kinder beziehungsweise deren Eltern auf einen Betreuungsplatz.

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Laut Verwaltungsvorlage ist die neue Kita in Merklinde als Ersatzbau für den Rasselbanden-Standort Johannesstraße (alte Schule) geplant, weil dort die Betreuung von unter Dreijährigen in Obergeschossen „gemäß LWL-Richtlinien zu vermeiden ist“. Mit einem besonderen flexiblen Betreuungsangebot der Rasselbande am Standort Harkort-Schule könne auch eine wünschenswerte Durchmischung der „Kita-Nutzer“ erreicht werden.

In Habinghorst fehlen 80 bis 90 Kita-Plätze

Der Stadtteil Habinghorst weist im Übrigen das höchste Platzdefizit im Stadtgebiet aus. Hier fehlen laut Verwaltung 80 bis 90 Plätze für über Dreijährige – aktuell wie auch perspektivisch wegen des Neubaugebiets Wohnen am Emscherufer (vormals u.a. nördlich Heerstraße).

Deshalb soll die Caritas-Kita an der Oskarstraße, die schon vor vielen Jahren zu den Vorreitern integrativer Arbeit zählte, erweitert werden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2021/Anfang 2022 geplant. Planung ist das eine, die Realität gerade im Kita-Bereich in Castrop-Rauxel eine andere. „Wir haben das ja mehrfach erfahren“, sagt Sebastian John (SPD), der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses.

Und noch drei neue Kitas: Aber das dauert noch

Eben auch, um die Kita-Entwicklung voranzutreiben. Zum Paket gehören auch die drei neuen Kitas am Schacht fünf an der Briloner Straße, am Neubaugebiet Beerenbruch (Ex-Drabig-City) und am Gesundheitszentrum Grutholz.

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