Kita-Platzvergabe in Castrop-Rauxel beginnt – einige Eltern könnten leer ausgehen

hzKinderbetreuung

Die Kindergartenplätze in Castrop-Rauxel werden vergeben. Benachrichtigungen an die Eltern über den Kita-Navigator gehen ab Mittwoch (15.1.) raus. Einige werden eventuell leer ausgehen.

Castrop-Rauxel

, 15.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bekommt mein Kind im Sommer einen Kindergartenplatz? Diese Frage ist für viele Familien entscheidend bei der weiteren Familien- und Berufsplanung. Am Mittwoch, 15. Januar, fallen dafür wichtige Entscheidungen.

Die Leiterinnen der Castrop-Rauxeler Einrichtungen haben in den vergangenen Monaten die Bewerbungen, die über die Kita-Navigator-Plattform eingegangen sind, gesichtet und ihre Einrichtungen bei Tagen der offenen Tür vorgestellt.

Kriterien, nach denen Plätze vergeben werden

Dann konnten sie nach dem Kriterienkatalog, den ihnen die Stadtverwaltung vorgibt, auswählen: Gibt es schon ein Geschwisterkind in der Kita? Ist die Mutter alleinerziehend? Wie passen Alter und Geschlecht des Kindes in das vorhandene Gruppengefüge?

Jetzt lesen

Am Mittwoch geht der erste Schwung Benachrichtigungen über den Kita-Navigator heraus. Eltern, die ein Kind für eine, zwei oder drei Einrichtungen vorgemerkt haben, bekommen eine Benachrichtigung, wenn sie zum Zuge kommen. Ab dann gilt eine Frist von zwei Wochen, in der sie sich mit der Einrichtung in Verbindung setzen und einen verbindlichen Betreuungsvertrag geschlossen haben sollten. Erst dann wird aus der Vormerkung eine Anmeldung.

Infos bis Ende Februar

Bis Ende Februar sollten alle informiert sein. Wenn Eltern bei der Platzvergabe leer ausgehen, erhalten sie im März ein Informationsschreiben mit dem weiteren Vorgehen. Sie können dann auf Wartelisten rutschen oder an einem Nachrückverfahren teilnehmen.

Hintergrund: Wenn ein Kind in mehreren Kitas vorgemerkt wurde, kann es auch mehrere Zusagen erhalten. Je nachdem, wo ein Betreuungsvertrag geschlossen wird, werden dann die anderen beiden Plätze wieder frei. Die werden dann neu vergeben.

Vertrag schnellstmöglich unterschreiben

Die Stadt bittet darum alle Eltern, den Vertrag schnellstmöglich zu unterzeichnen und allen anderen Kindertageseinrichtungen, von denen ebenfalls eine Zusage kam, schnellstmöglich telefonisch abzusagen, damit die Plätze anderweitig vergeben werden können.

Jetzt lesen

In der Vergangenheit hatten Eltern beklagt, dass es das System zulässt, dass manche Eltern mehrere Zusagen bekommen während andere in die Röhre gucken. Auch eine Priorisierung bei der Anmeldung wurde gewünscht. Beides sieht der Kita-Navigator auch in diesem Jahr noch nicht vor.

Man kann davon ausgehen, dass es auch in diesem Jahr wieder mehr Anmeldungen als Plätze geben wird und die Stadt tricksen muss. Schließlich haben die Eltern einen Rechtsanspruch auf Betreuung - wenn auch nicht in ihrer Wunsch-Einrichtung. Genaue Zahlen nannte die Stadt trotz Anfrage unserer Redaktion bisher nicht.

Lesen Sie jetzt