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Private Sicherheitsdienste übernehmen immer mehr Aufgaben

hzSecurity

2019 gibt es fast so viele private Sicherheitskräfte wie Polizisten. In Castrop-Rauxel sollen sie etwa im Jobcenter und der städtischer Unterkunft für den Schutz der Bürger sorgen.

Castrop-Rauxel

, 21.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Sie patrouillieren an Bahnhöfen, regeln Einlasskontrollen bei Veranstaltungen, schützen sogar Atomkraftwerke oder kontrollieren psychiatrische Einrichtungen. Private Sicherheitsdienste in Deutschland boomen. Und übernehmen dabei immer mehr Bereiche, die ursprünglich staatlich geregelt waren.

Laut der Agentur für Arbeit waren 2018 über 250.000 Menschen im privaten Sicherheitsgewerbe beschäftigt, 50.000 davon allein in NRW. Zum Vergleich: 1980 gab es deutschlandweit nur etwa 30.000 private Sicherheitskräfte.

Viele private Sicherheitsleute auch in Castrop-Rauxel

Das ist auch in Castrop-Rauxel zu sehen. Wenngleich es keine eigenen lokalen Zahlen für Mitarbeiter im privaten Sicherheitsgewerbe gibt, finden sie sich im Bereich Personenschutz, Objektschutz, Brandschutz und Arbeitssicherheit. 2014 gab es hier 113 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Castrop-Rauxel, 2018 waren es bereits 187.

„Darunter sind viele im privaten Sicherheitsgewerbe beschäftigt, aber natürlich nicht alle“, sagt Stefan Bunse, Leiter der örtlichen Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit.

Nachtschicht und Jobcenter

In der städtischen Flüchtlings-Unterkunft in Castrop-Rauxel in der ehemaligen Janusz-Korczak-Schule sind nachts (von 20 bis 6 Uhr) zwei Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma vor Ort, erklärt Stadtsprecherin Nicole Fulgenzi.

Sie sollen laut Stadtsprecherin auf die Einhaltung der Hausordnung achten, Kontrollgänge machen, Ansprechpartner für Bewohner und Nachbarn sein und den Bereitschaftsdienst der Stadt informieren, wenn Probleme auftauchen, die nicht zu ihre Aufgaben gehören.

Etwa bei einem Stromausfall oder der Aufnahme von Obdachlosen, die nicht in der Unterkunft angemeldet sind. Fulgenzi: „Die bisher gemachten Erfahrungen sind positiv.“ Tagsüber, also von 6 bis 20 Uhr, werde die Unterkunft von städtischen Mitarbeitern betreut.

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Und auch im Jobcenter, untergebracht im Rathaus, ist während der Öffnungszeiten öfter ein Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes im Einsatz. In Castrop-Rauxel soll so, so Thomas König, Sprecher des Jobcenters, „präventive Präsenz“ gezeigt werden.

Meist sei der Sicherheitsdienst patrouillierend im Haus unterwegs, denn die Räume des Jobcenters sind über fünf Etagen verteilt. Dessen Anwesenheit werde sowohl von Kunden als auch von Mitarbeitern gut angenommen, so König weiter. Bei Bedarf könne man weitere Mitarbeiter anfordern. „Das kommt natürlich auch auf das Sicherheitsempfinden von Mitarbeitern und Kunden an.“

Ordnungsdienst der Stadt patrouliert selbst

Nicht nur private Sicherheitsdienste übernehmen immer mehr Aufgaben. Auch die Stadt selbst hat sich mehr Ordnungsdienst auf die Fahnen geschrieben. Aufgaben wie Streifengänge im öffentlichen Raum übernehmen in Castrop-Rauxel bekanntermaßen seit dem vergangenen Jahr die Mitarbeiter/-innen des kommunalen Ordnungsdienstes der Stadt.

Dieser Ordnungsdienst ergänzt ebenfalls das Angebot der Polizei, soll an Stellen, wo es immer wieder zu Zwischenfällen mit Lärm, Alkoholmissbrauch oder Sachbeschädigungen gekommen ist, für zusätzliche Sicherheit sorgen.

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