Was es im neuen Habinghorster Lädchen „Hanf legal“ unweit der Langen Straße zu kaufen gibt

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Peter G. Schäfer und Franz Niewelt, beide um die 70 Jahre alt, starten ein Projekt: Sie eröffnen in Castrop-Rauxel Galerie und Lädchen mit dem Namen „Hanf legal“. Ist der Name auch Programm?

Castrop-Rauxel

, 27.10.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Franz Niewelt ist ein bekannter, bunter Hund in Habinghorst und Umgebung: Er arbeitete jahrzehntelang in der Drogenberatung, engagierte sich mannigfaltig in Castrop-Rauxel, ist zum Beispiel einer der Väter zum Beispiel des Vereins und Musikfestivals „Save the Planet“ - und jetzt startet er mit 69 Jahren ein neues Projekt.

Dabei macht er gemeinsame Sache mit Peter G. Schäfer. Er ist ähnlich alt, aber hat offenbar noch ähnlich viel Freude daran, ein neues Projekt zu starten. Der pensionierte Lehrer ist ähnlich prominent wie Niewelt: Hunderte, vielleicht Tausende von Castrop-Rauxelern hatten bei ihm am ASG Kunstunterricht.

Schäfer bekannt als Lehrer und Diaporama-Vorführer

Die Kunst ist auch heute noch das Ding von Schäfer: Seine Diaporamen, also Foto-Vorträge, sind fester Bestandteil des VHS-Programms. Am 12. November zeigt er zum Beispiel wieder seine Reiseaufnahmen aus Südschweden in der ASG-Aula.

Das neue Projekt heißt „Hanf legal“: Es ist eine Mischung aus Lädchen und Kunstgalerie, in der die Arbeiten von Peter G. Schäfer zu sehen sind.

An diesem Standort trifft man die Macher demnächst an

Mit Serigrafien geht es jetzt los: Am Donnerstag, 31. Oktober, eröffnet die erste Ausstellung in der neuen Galerie an der Hugostraße 19 in Habinghorst, gleich neben der „Wurstküche“, um 19 Uhr feierlich. Serigrafie ist ein Siebdruckverfahren, das als ältestes der Welt gilt.

Was es im neuen Habinghorster Lädchen „Hanf legal“ unweit der Langen Straße zu kaufen gibt

Franz Niewelt vom Kulturverein „Save the Planet“ im Habinghorst-Fanshirt. An der Hugostraße macht nun sein neuer Laden auf. © Tobias Weckenbrock

In der Ausstellung sind Linien- und Flächenmotive von Schäfer zu sehen, die allesamt auf Fotobasis entstanden sind. Die Fotos stammen aus den Jahren 1975 bis 1987. Neben der finnischen Mitternachtssonne gibt es Farbverläufe und spanische Motive zu sehen.

Lokalpatriotismus: Castrop-Rauxeler Drucke auf T-Shirts

Und ganz lokalpatriotische Castrop-Rauxeler Sehenswürdigkeiten: „In unserem Laden wollen wir auch Geld verdienen mit dem Verkauf von Castrop-Rauxel-Textilien“, sagt Franz Niewelt. Beim Stadtfest für Demokratie hatten beide schon einen Stand, auf dem sie die hochwertigen Klamotten mit Lokalkolorit anpriesen.

„Derzeit erlebt die Serigrafie eine Renaissance“, erklärt Schäfer. Und die gestaltetet er selbst mit. „Sie wird die dominierende grafische Drucktechnik der nächsten Jahre werden“, prophezeit der Künstler, der während der Öffnungszeiten der Galerie auch über den Textildruck beraten möchte.

Das sind die geplanten regulären Öffnungszeiten

Die Textildruckerei befindet sich im Hof. Bei den Öffnungszeiten haben sich die beiden Rentner zum Anfang erst einmal donnerstags von 9 bis 12 Uhr, freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 12 Uhr vorgenommen. Weitere Termine soll es nach Vereinbarung geben. „Ob wir dabei bleiben“, sagt Franz Niewelt, „wissen wir noch nicht. Wir gucken uns das erst einmal an und sind da flexibel.“

Aber was hat es nun mit dem Namen der Galerie auf sich, die auch der Name des Modelabels ist: Hanf legal? „Das Büro ist kein Aktivisten-Büro für die Legalisierung von Cannabis“, sagt Niewelt. Aber: „Hanf ist Gottseidank gesellschaftlich aus der Ecke heraus, dass es für den Einstieg in die Drogenlaufbahnen steht. Wir wollen zu dem Thema aber in jedem Fall auch einen Beitrag leisten.“

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