Rats-Mehrheit stimmt zu: Kommt bald ein einheitliches Pfandbecher-System für Castrop?

Ratsentscheid im Check

Die Grünen wollen ein einheitliches Pfandbecher-System für „Coffee to go“ in der Castroper Altstadt. Der Rat stimmte mit Mehrheit dafür. Kann man davon ausgehen, dass das bald kommt?

Castrop-Rauxel

, 10.07.2019, 08:08 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rats-Mehrheit stimmt zu: Kommt bald ein einheitliches Pfandbecher-System für Castrop?

Mit dem eigenen Kaffeebecher in Castrop Kaffee kaufen: Das geht schon an einigen Stellen. Die Grünen wollen ein einheitliches Pfandbecher-System, zunächst für die Altstadt. © Eva-Maria Spiller

Das hat der Rat am 4. Juli 2019 entschieden: Der Einzelhandel soll beim „Coffee to go“-Verkauf auf Einweg- zugunsten von Pfandbechern verzichten. Die Stadtverwaltung soll zusammen mit der Standortgemeinschaft Casconcept ein Referenzprojekt in der Altstadt entwickeln.

Das steckt dahinter: Laut den Grünen landen drei Milliarden Einweg-Getränkebecher im Jahr in Deutschland im Müll. Zwar gibt es in Castrop-Rauxel in einigen Läden die Initiative, Kaffee in Mehrwegbechern oder mitgebrachten Bechern günstiger anzubieten. Aber das sei nur ein Schritt in die richtige Richtung - es reiche nicht aus. In anderen Städten sei ein pfandbasiertes Mehrweg-Becher-System erfolgreich eingeführt worden.

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So ging die Abstimmung aus: Die Grünen stellten den Antrag an den Umweltausschuss zwar allein. Im Rat fanden sie dafür aber eine große Mehrheit aus ihren Stimmen zusammen mit der SPD, FWI, Linken und UBP. CDU (15) und FDP (2 Sitze) stimmten dagegen.

Das bedeutet die Entscheidung: Konkret ist das noch nicht die Einführung eines solchen Systems. Der politische Einfluss auf den Handel ist da ja auch sehr begrenzt. Die Stadtverwaltung hat aber den Auftrag, mit Casconcept zu sprechen. In diesem Verein sind viele Castroper Einzelhändler zusammengeschlossen. Sollte man dort eine Lösung finden, könnte das Vorbildcharakter haben. Aber der Weg ist noch weit.

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