Real-Markt in Castrop-Rauxel: Gespräche sollen Ende Januar abgeschlossen sein

Verkauf von Supermarktkette

Die Metro verkauft ihre Supermarktkette Real. Machten die Mitarbeiter in Castrop-Rauxel noch im Dezember auf ihre ungewisse Zukunft aufmerksam, könnte nach dem 31. Januar Klarheit herrschen.

Castrop-Rauxel, Habinghorst

, 15.01.2020, 13:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Real-Markt in Castrop-Rauxel: Gespräche sollen Ende Januar abgeschlossen sein

Die Zukunft des Real-Marktes an der Siemensstraße in Habinghorst ist weiter ungewiss. © Volker Engel

Durch den geplanten Verkauf der SB-Warenhauskette Real ist nach einer aktuellen Einschätzung des Betriebsrates fast jeder Dritte der noch vorhandenen 34.000 Arbeitsplätze bei der Metro-Tochter gefährdet.

In Castrop-Rauxel haben Mitarbeiter erst im Dezember 2019 mit einer Protestaktion auf ihre ungewisse Zukunft aufmerksam gemacht. Mitglieder von Verdi und des Deutschen Gewerkschaftsbundes wollten den Beschäftigten mit der Aktion zusätzlich Respekt verschaffen.

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Die Metro als Eigentümerin will alle 277 Real-Märkte in Deutschland möglichst noch in diesem Monat an ein Konsortium um den Investor X-Bricks verkaufen. Beide Parteien streben auch weiterhin an, so teilt es die Metro mit, die Gespräche bis zum 31. Januar 2020 mit einer Vertragsunterzeichnung abzuschließen.

Ungewisse Zukunft für Real-Markt an der Siemensstraße

Was also passiert mit dem Real-Markt an der Siemensstraße in Castrop-Rauxel? Herrscht in wenigen Wochen endlich Klarheit darüber, ob der Standort geschlossen, an einen Händler weiterverkauft oder von dem Investor weiterbetrieben wird?

Real wollte sich am Mittwoch (15.1.) auf Anfrage zu dem Standort in Castrop-Rauxel nicht äußern, sprach aber weiterhin von einer Einigung bis zum 31. Januar und teilte mit, dass man sich dafür einsetze, dass mit der Übernahme der Märkte durch X-Bricks auch die Mitarbeiter weiterbeschäftigt werden. Der Gesamtbetriebsrat hingegen rechnet in aktuellen Medienberichten mit etwa 10.000 Arbeitslosen.

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Verkaufsprozess bis zum 31. Januar – und dann?

Sollten Mitarbeiter betriebsbedingt gekündigt werden und keinen Arbeitsplatz bei X-Bricks oder einem anderen Händler bekommen, sehe man „vorsorglich für alle Mitarbeiter“ eine „soziale Absicherung“ vor, teilte eine Metro-Sprecherin mit. Was das konkret heißt, blieb am Mittwoch unklar.

Sollte der Verkaufsprozess am 31. Januar 2020 abgeschlossen sein, so wie die Metro es ankündigt, könnten alsbald erste Informationen zur Zukunft des Real-Marktes in Castrop-Rauxel durchdringen. Einen konkreten Zeitpunkt, wann die Mitarbeiter von der Siemensstraße und auch Kunden informiert werden, wollte die Metro am Mittwoch noch nicht nennen.

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