Der neue Recyclinghof Castrop-Rauxel eröffnet am 2. Januar an anderer Stelle

hzNeuer Standort

Der neue Standort des EUV-Recyclinghofes in Castrop-Rauxel steht jetzt fest. Vom 2. Januar 2020 an wird man nicht mehr die Pöppinghauser Straße anfahren müssen. Der neue Ort ist zentraler.

Castrop-Rauxel

, 29.11.2019, 11:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Recyclinghof in Pöppinghausen wird zum Jahresende geschlossen. Lange war unklar, wo der Stadtbetrieb EUV ab Januar 2020 einen neuen Standort anbieten könnte. Nun ist die Katze aus dem Sack und die Idee eines Standortes auf dem alten Rauxeler Kraftwerksgelände zumindest mittelfristig vom Tisch.

EUV-Vorstand Michael Werner stellte dem EUV-Verwaltungsrat jetzt das Gelände des Entsorgungsunternehmens Lobbe am Deininghauser Weg 103 als neue Heimat des Recycling- oder Bringhofes vor. Dieser Standort sei bau- und abfallrechtlich komplett genehmigt, so dass einer Eröffnung zum 2. Januar 2020 nichts mehr im Wege stehe.

Der neue Standort wird keine kurzzeitige Übergangslösung sein. Laut Werner habe man mit Lobbe einen Fünf-Jahres-Vertrag geschlossen. Werner: „Lobbe wird dabei für uns als Dienstleister tätig, wird also alles nötige Material, die Fahrzeuge und auch das Personal für den neuen Bringhof stellen.“

Standort liegt deutlich zentraler in Castrop-Rauxel

Das Gelände in Ickern ist so weitläufig, dass der neue Bringhof dort laut Werner beste Bedingungen hat. „Wir haben dort genug Platz, um alle nötigen Produktbereiche einrichten zu können. Wir werden auch Pressmulden installieren können, um große Mengen Sperrmüll verarbeiten zu können.“

Im Vergleich zum gegenwärtigen Recyclinghof an der Pöppinghauser Straße biete das neue Gelände für die Castrop-Rauxeler viele Vorteile. Der wichtigste Vorteil sei dabei die gute Erreichbarkeit: Der Deininghauser Weg liegt zwischen Deininghausen und Ickern wesentlich zentraler liege als die alte AGR-Zentraldeponie am äußerten Stadtrand in Pöppinghausen.

Der neue Recyclinghof Castrop-Rauxel eröffnet am 2. Januar an anderer Stelle

Lobbe liegt am Deininghauser Weg zwischen Ickern und Deininghausen. © Thomas Schroeter

Hinzu komme, dass man in Ickern ab dem 2. Januar auch die Öffnungszeiten des Recyclinghofes ausweiten könne. So soll der Hof am Donnerstag bis 18 Uhr geöffnet werden, um Berufstätigen entgegen zu kommen. Und man werde am Samstag auch eine Stunde länger, also bis 13 Uhr geöffnet haben.

Produkte und Zeiten

  • Elektroaltgeräte, Batterien und Akkus, Metallschrott, Korken, Altpapier, Wertstoffe, Wand- und Deckenfarbe, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen sowie Altkleider werden kostenlos entgegengenommen.
  • Die Öffnungszeiten im Überblick: Montag 13 bis 16 Uhr, Dienstag 9 bis 16 Uhr, Mittwoch 9 bis 16 Uhr, Donnerstag 9 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 16 Uhr, Samstag 8 bis 13 Uhr.

Außerdem, und das wird viele Anlieferer freuen: Bei Lobbe kann man künftig nicht nur bar, sondern auch mit Karte bezahlen. Die Preise ändern sich laut Michael Werner dabei nicht: „Der Preis für die typische Kofferraumladung bleibt auch am neuen Standort stabil.“

Umweltbrummi kommt immer am Samstag

Neu ist auch, dass der EUV am Deininghauser Weg an jedem Samstag von 8 bis 12 Uhr den Umweltbrummi aufstellen wird, so dass man auf dem Bringhof künftig am Samstag auch Schadstoffe abliefern kann. Teurer wird die Abgabe von Altreifen, denn, so Michael Werner, „die Nachfrage nach Altgummi ist eingebrochen.“

Die CDU-Fraktion hatte im September den Prüfauftrag gestellt, ob man am neuen Bringhof-Standort keine komplett kostenlose Annahme einführen könne. Das hat der EUV durchgerechnet und legte das Ergebnis nun dem Verwaltungsrat vor.

Laut Michael Werner werden derzeit im Jahr mit dem Recyclinghof rund 350.000 Euro Einnahmen erwirtschaftet. Diese Summe fiele bei kompletter Kostenlosigkeit weg. „Zugleich laufen wir das Risiko, dass die Menschen noch mehr Müll zum Recyclinghof bringen und wir damit mehr Abfuhrkosten und Personalkosten riskieren“, so Werner.

Verzicht auf große Mülltonnen soll Vorschub geleistet werden

Denkbar sei, dass sich dann besonders „pfiffige“ Zeitgenossen eine kleinere Mülltonne vors Haus stellen ließen und lieber ein paar Mal zum Recyclinghof führen, um den Müll da kostenlos abzugeben. Denn um den Ausfall der mindestens 350.000 Euro Einnahmen zu kompensieren, müsste der EUV die Müllgebühr erhöhen. Das bliebe zwar im moderaten Rahmen. „Aber Gebührenerhöhungen kommen beim Bürger generell nicht so gut an“, so Werner.

So verständigte man sich im Verwaltungsrat darauf, an der Gebührenstruktur nichts zu ändern.

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