Risiko für Wildunfälle steigt in den kommenden Wochen wieder an

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Wenn es draußen länger dunkel ist, dann sollten Autofahrer auf den Straßen durch ländliche Gebiete gut aufpassen. Die Gefahr, dass Wildtiere plötzlich den Weg kreuzen, ist höher als sonst.

Castrop-Rauxel

, 25.10.2020, 05:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Waldstücken und auf Straßen am Rande von Wiesen und Feldern im Castrop-Rauxeler Stadtgebiet ist in den nächsten Wochen wieder besondere Vorsicht geboten.

Nicht nur Nebel und Regenwetter fordern den Autofahrern auf diesen Strecken im Herbst ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit ab.

Wenn es draußen wieder länger dunkel ist, dann steigt die Gefahr des Wildwechsels von Rehen und Wildschweinen in den ländlicheren Ortsteilen von Castrop-Rauxel. Verschärft wird die Situation durch die Zeitumstellung auf Winterzeit - denn, den Waldtieren ist es herzlich egal, zu welcher Tageszeit sie auf den Straßen auf Berufspendler treffen.

47 Wildunfälle in Castrop-Rauxel

Im vergangenen Jahr krachte es im Kreis Recklinghausen 706 mal, weil urplötzlich Wildtiere auf der Fahrbahn erschienen waren. Das geht aus der Polizeistatistik 2019 hervor.

„Überwiegend kam es zu Unfällen in Gegenden, die eher ländlich geprägt sind. Oftmals im Raum Dorsten oder Haltern am See“, sagt Polizeisprecherin Annette Achenbach. Allerdings ereigneten sich im Vorjahr auch 47 Wildumfälle im Castrop-Rauxeler Stadtgebiet.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass Rehe oder Wildschweine den Weg der Autofahrer in der Europastadt kreuzen, ist also nicht gering. Wie Polizeisprecherin Achenbach anmerkt, käme es hauptsächlich zu Unfällen mit Sachschäden. Wobei aber nicht außer Acht gelassen werden dürfte, dass Kollisionen mit Autos für die Tiere fast immer tödlich endeten.

Schilder beachten

Um solchen Unfällen vorzubeugen, rät die Polizeisprecherin dazu, Schilder, die auf Wildwechsel hinweisen, besonders ernst zu nehmen und die Fahrgeschwindigkeit entsprechend anzupassen. Gerade in der Dämmerung sei die Gefahr für Wildunfälle besonders hoch.

Helfe alles an Prävention nichts mehr, dann sollten Autofahrer laut Annette Achenbach nicht den Versuch unternehmen, ein Ausweichmanöver zu wagen, sondern wenn möglich bremsen.

Unfallschäden, die durch Haarwild wie Rehe, Wildschweine oder Füchse verursacht werden, sind durch die Teilkaskoversicherung gedeckt.

Die Versicherung muss auch bei Unfällen die Kostenübernehmen, die zwar durch ein Tier ausgelöst wurden, bei denen es aber nicht zu einem direkten Zusammenstoß gekommen ist. Wichtig dafür ist aber, dass der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass der Schaden nicht das Ergebnis eines Ausweichmanövers war.

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