Rochus und EvK sind längst nicht ausgelastet mit Covid-19-Patienten

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Das Evangelische Krankenhaus und das St.-Rochus-Hospital Castrop-Rauxel haben schon Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahlen sind hier aber wie insgesamt in der Europastadt überschaubar.

Castrop-Rauxel

, 27.04.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir schickten Fragebögen zur aktuellen Lage in den beiden Kliniken von Castrop-Rauxel an das Evangelische Krankenhaus und das St.-Rochus-Hospital. Die Antworten kamen zum Wochenende. So ist derzeit der Stand der Dinge:

? Wie viele Covid-19-Patienten werden derzeit in ihrem Hause behandelt? Wie viele waren es bislang insgesamt?

Rochus: Zurzeit (Stand 23. April, 9.30 Uhr) haben wir keine Covid-19-Patienten. Seit dem 6. März (Ausbruch im Kreis Recklinghausen) haben wir insgesamt fünf Covid-19-Patienten stationär im Rochus-Hospital behandelt.
EvK: Bisher wurden zwei an Covid-19 erkrankte Patienten stationär behandelt. Ein Patient konnte aus dem EvK entlassen werden.

? Seit Montag wird der Lockdown des öffentlichen Lebens schrittweise zurückgefahren. Rechnen Sie dadurch mit mehr Corona-Erkrankungen?

Rochus: Wir richten uns nach den Vorgaben der Behörden und sind entsprechend gut auf die Versorgung von Corona-Patienten eingestellt.
EvK: Dies ist eine Frage die von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist und eher von anderer Stelle zu beantworten ist. Wir sind aber auf alle Szenarien vorbereitet.

? Ist mit einer Lockerung der Besuchsbeschränkungen von Patienten in ihrem Haus in Castrop-Rauxel zu rechnen?

Rochus: Bis zum 3. Mai gemäß Coronaschutzverordnung nicht. Wie es nach diesem Datum weitergeht, hängt von den behördlichen Vorgaben ab.
EvK: Bisher wurde eine Lockerung der Besucherregelung durch das Gesundheitsministerium oder der örtlichen Gesundheitsbehörde für Krankenhäuser noch nicht bekannt gegeben. Sollte eine Änderung eintreten, wird das EvK auf Basis der behördlichen Vorgaben und unter Einhaltung der Empfehlungen des RKI entsprechend reagieren.

? Wie viele (von wie vielen) Betten werden derzeit für Corona-Patienten vorgehalten? Wie viele (von wie vielen) davon sind Intensivbetten?

Rochus: Im St.-Rochus-Hospital haben wir eine Station für Corona-Patienten ausgewiesen. Über ein gestuftes System können wir die Kapazitäten, auch auf der Intensivstation, kurzfristig für Covid-19-Patienten anpassen.
EvK: Im EvK haben wir derzeit eine Station für Corona Patienten freigezogen. Über ein gestuftes Verfahren können wir temporär weitere Betten für Patienten ausweisen, die an Covid-19 erkrankt sind.
Für alle anderen Patienten in unserem Haus gilt, dass wir die Belegungs- und Behandlungsstrukturen so gestaltet haben, dass wir in sämtlichen Fachabteilungen Patienten zur Behandlung aufnehmen können. Stationäre Behandlungen, die aufgrund des Krankheitsbilds keinen weiteren Zeitverzug zulassen, sind somit weiterhin gewährleistet.

? Für unbelegte, vorgehaltene Betten zahlt der Bund einen Ausgleich (meiner Kenntnis nach sind das 560 Euro pro Tag und Bett). Kommt dieses Geld bereits bei Ihnen an? Offenbar funktioniert das nämlich nicht überall, wie ein Fall aus Datteln zeigt.

Rochus: Die ersten gemeldeten Ausgleichszahlungen sind zeitnah eingegangen.
EvK: Die ersten gemeldeten Ausgleichszahlungen für das EvK sind zeitnah eingegangen.

? Das Vorhalten von Betten und das Verschieben von nicht-dringenden Operationen hat (beispielsweise im Bundesland Hamburg) dazu geführt, dass das Pflegepersonal in Kurzarbeit geschickt wurde. Wie ist die aktuelle Lage ist Castrop-Rauxel? Ist ein solcher Vorgang hier vorstellbar?

Rochus: Das gesamte Personal steht für die Aufnahme und Behandlung von Covid-19-Patienten bereit. Die behördlich verfügte, herabgesetzte Auslastung der Klinik wird durch den Abbau von Überstunden überbrückt. Derzeit ist eine Einführung von Kurzarbeit weder geplant noch erforderlich.
EvK: Um für die Aufnahme und Behandlung von Covid-19-Patienten gerüstet zu sein und jederzeit adäquat reagieren zu können, halten wir das gesamte Personal vor. Darüber hinaus begrüßen wir es natürlich, wenn diese ruhige Phase genutzt wird, um Überstunden zu nehmen.

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