Rote Kühe kommen erst später auf ihre Weide an der Stadtgrenze

Straßen NRW

Ursprünglich sollten schon bald rote Kühe auf einer Weide an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel weiden. Doch die Ankunft des „Roten Höhenviehs“, wie es im Fachjargon heißt, verzögert sich.

Castrop-Rauxel

19.09.2019, 09:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rote Kühe kommen erst später auf ihre Weide an der Stadtgrenze

So sehen die Kühe aus, die schon bald auf der Weide stehen sollen. © Straßen.nrw

Das Rote Höhenvieh kommt erst im April/Mai 2020 auf seine Weide an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel. Als Grund dafür nennt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr den heißen Sommer.

„Wegen der Hitze ist unser Saatgut nicht so gut angegangen wie erhofft“, erklärt Petra Rahmann, Landschaftsarchitektin bei Straßen.NRW. „Wir wollen, dass die Rinder ohne Zufütterung auskommen. Wenn wir sie jetzt auf die Weide treiben, fressen sie uns zu viele der Pflanzen wieder weg.“ Zu dem Termin im nächsten Jahr soll das Gelände dann ausreichend Futter bieten, um die Herde ganzjährig zu versorgen.

Umwelt-Ausgleichsmaßnahme

Die Weide ist Teil der Umwelt-Ausgleichsmaßnahmen für Schäden, die beim Bau der sechsspurigen A43 entstehen. Sie ist als klassische Weidelandschaft mit Wäldchen und Büschen angelegt. So bietet sie neben den Rindern auch einen Lebensraum für viele Kleintierarten.

Das Rote Höhenvieh gilt generell als robust, genügsam, langlebig und fruchtbar. Früher lieferten die Tiere Milch sowie Fleisch und leisteten Spanndienste zum Pflügen, Ziehen von Wagen und sogar zum Holzrücken. Heute wird die Rasse hauptsächlich zur Mutterkuhhaltung und, wie auch in diesem Fall an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel, in der Landschaftspflege eingesetzt.

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