„Saras Blumen in blauer Torte“: So hat die Castrop-Rauxelerin ihre Torten-Interpretation eines van-Gogh-Bildes genannt. © Sat.1/Claudius Pflug
Das große Backen

Sat.1-Show: Sara bringt van Gogh auf ihrer Torte zum Glitzern

Sie kann‘s nicht lassen: Sara gibt in der Sat.1-Sendung „Das große Backen“ selbst van Gogh einen Glamour-Anstrich. Muss nicht sein, sagt die Jury. Ansonsten läuft es für die Castrop-Rauxelerin.

Nachdem Sara El Fahri in Folge 1 und 3 am Ende als Wackelkandidatin vor der Jury gestanden hatte, ist es für sie in Runde 4 rundgelaufen. Souverän backte sie sich durch alle drei Aufgaben, die die Hobbybäcker gestellt bekommen.

Und das bei einem Thema, mit dem sie zunächst nicht viel anzufangen wusste: Die Niederlande und deren Süßspeisen standen in der vierten Runde der Backshow auf dem Programm. Selbst Moderatorin Enie van de Meiklokjes sagte: Es geht um ein kulinarisch sehr spezielles Land.“ Sara formulierte es lachend so: „Für mich ist Holland Käse.“

Holländischer Vlaai mit Apfelfüllung

Dass ihr mehr einfiel als Gouda, zeigte sich schnell: Erste Aufgabe war ein holländischer Vlaai, ein Kuchen aus dünn ausgerolltem Hefeteig, darauf ein Fruchtkompott. Sara entschied sich für karamellisierte Äpfel, Pekannüsse, gewürzt mit Zimt, Muskat und Ingwer.

Die Mischung brachte Juror Christian Hümbs zum Schwärmen: Besser könne man eine Apfelfüllung nicht abschmecken, lobte der Pâtissier. „Phänomenal“ sei das. Da falle es auch nicht so ins Gewicht, dass Sara den Boden zu dünn ausgerollt habe.

Saras Apfel-Vlaai: Der Teig war etwas dünn, aber die Apfelfüllung schmeckte der Jury „phänomenal“.
Saras Apfel-Vlaai: Der Teig war etwas dünn, aber die Apfelfüllung schmeckte der Jury „phänomenal“. © Sat.1/Claudius Pflug © Sat.1/Claudius Pflug

Ein wenig Kritik, aber mehr Lob

Es ist typisch für Saras-Juryurteile: Eine Kleinigkeit gefällt dem Juroren-Team nicht so gut, wird aber von etwas anderem wettgemacht. So auch bei der van-Gogh-Backchallenge: Die Kandidaten sollten sich von einem Blumenbild des berühmten niederländischen Malers zu einer Torte inspirieren lassen.

Blumen und Sara – das passt gut. Sara verziert ihre Backwerke ohnehin gerne mit Blüten. Und mit Glitzer, daher hat sie die van-Gogh-Torte auch noch zum Glänzen gebracht. Der Kuchen kam insgesamt gut an, Juror Hümbs riet aber: Lass den Glitzer weg.

Ganz ohne Glamour überzeugen konnte Sara bei der dritten Aufgabe: der technischen Prüfung. Für alle Fans der 31-Jährigen ist das eine Überraschung. Denn bisher hat Sara beim detailgetreuen Nachbacken eines vorgegebenen Rezepts immer gepatzt. Zwei Mal war sie auf dem letzten Platz gelandet.

Creme verwechselt, aber Sara behält die Nerven

„Ich habe Angst“, sagte die Hobbybäckerin daher zu Beginn der Aufgabe: Gebacken werden sollte ein Tompouce, ein niederländischer Kuchen. Das Schwierige daran: Die Böden, die mit einer Creme gefüllt werden, sind aus Blätterteig. Und bei dem kommt es darauf an, dass man ihn richtig ausrollt, faltet und ruhen lässt, warnte die Jury.

Aufgeregt war Sara. Das merkte man. So holte sie versehentlich die Creme eines Konkurrenten aus dem Kühlschrank. Aber sie behielt die Nerven und obendrein ihren offenherzigen Humor. Als sie letztlich die richtige Creme vor sich stehen hatte, seufzte sie erleichtert: „Die sieht nicht so schlimm aus wie die andere.“

Fotostrecke

Sara El Farhi macht mit bei “Das große Backen”

Sie sah sogar gut aus. Der Blätterteig auch. Und Sara gelang ein Überraschungscoup: Sie landete bei der technischen Prüfung auf Platz zwei und sicher in Runde fünf der Backsendung. Thema am Sonntag (29.11.) ist Dänemark (Sat.1, 17,25 Uhr).

Über die Autorin
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Ist fürs Journalistik-Studium vor 20 Jahren nach Dortmund gezogen und hat danach jahrelang in der Nachrichtenredaktion gearbeitet. Lebt schon lange im Dortmunder Westen und freut sich, hier und in Castrop-Rauxel auch journalistisch unterwegs zu sein.
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