Scheunenbrand in Merklinde: Anwohner verbrachten eine unruhige Nacht

hzFeuerwehreinsatz

Familie Süper wohnt im Wohngebiet gleich neben der Merklinder Scheune, die in der Nacht zu Mittwoch in Flammen stand. Stephanie Süpers Bericht aus einer angespannten, aber nicht panischen Nacht.

Merklinde

, 18.12.2019, 10:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kinder schliefen, als Stephanie Süper in der Nacht zu Mittwoch um 1.18 Uhr wach wurde. Sie hörte Geräusche, die sie sonst vom Feuerwerk kennt. Es knallte, als ob jemand Böller und Raketen in den Himmel jagt.

„Das kann nicht sein, mitten in der Woche“, dachte die zweifache Mutter. Als sie aus dem Fenster schaute, sah sie überall Blaulicht und eine Scheune, die lichterloh in Flammen stand.

Scheunenbrand in Merklinde: Anwohner verbrachten eine unruhige Nacht

Der Blick aus dem Schlafzimmerfenster einer Anwohnerin. © Stephanie Süper

„Ich habe mir dann Schuhe und Jacke über den Schlafanzug gezogen und bin raus gegangen“, so Süper, die In den Kämpen in Merklinde direkt neben dem unbewohnten Haus des vergangenes Jahr verstorbenen Bauern Kuhlmann wohnt. Die Scheune steht etwas weiter entfernt am benachbarten Feld - voll bis oben hin mit Stroh. Auf der Straße traf sie weitere Nachbarn, die ebenfalls durch den beißenden Brandgeruch oder die Geräusche aufgeschreckt waren.

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Nicht panisch, aber angespannt

Es habe gut getan, die anderen zu treffen, erklärt Süper. Diejenigen, die noch nicht draußen waren, wurden informiert. Es war für viele ein Schreck mitten in der Nacht.

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Scheune in Merklinde abgebrannt

Eine Scheune, prall gefüllt mit Stroh, stand am 18. Dezember in Merklinde in Flammen. Am Morgen danach war nur noch das Skelett zu sehen.
18.12.2019
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Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Der Blick aus dem Schlafzimmerfenster einer Anwohnerin: Man erkennt nicht viel, außer dass es einen riesigen Feuerball auf dem benachbarten Feld gab. Zum Glück hatte es stark geregnet, sodass die Wiese rundherum nass war und die Flammen nicht übergreifen konnten.© Stephanie Süper
Diese freistehende Scheune in Merklinde brannte in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. © Tobias Weckenbrock
Die Scheune war voll mit Stroh. © Tobias Weckenbrock
Die Feuerwehr war viele Stunden im Einsatz.© Tobias Weckenbrock
Mitten in der Nacht wurden die Anwohner durch laute Knallgeräusche geweckt. © Tobias Weckenbrock
Von der Scheune ist nur noch das Skelett übrig geblieben. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Die Merklinder Straße musste für die Dauer des Einsatzes zum Teil gesperrt werden. © Tobias Weckenbrock
Die Scheune steht neben dem unbewohnten Bauernhaus Kuhlmann am Feldrand. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Die Polizei ermittelt jetzt die Brandursache. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde brannte in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Es entstand Sachschaden, verletzt wurde niemand.© Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde brannte in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Die Bewohner der anliegenden Häuser versammelten sich mitten in der Nacht auf der Straße. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Die Feuerwehr bat die Anwohner Fenster und Türen zu schließen. © Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde brannte in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde brannte in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Diese freistehende Scheune in Merklinde Brand in der Nacht zum Mittwoch komplett ab. Rund herum standen ein paar Anhänger, die im landwirtschaftlichen Einsatz waren. Der Pächter der Scheune zog sie erst am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt.© Tobias Weckenbrock
Das Skelett der Scheune am nächsten Morgen. © Süper

„Ich hatte Respekt“, so Süper: Sie konnte schließlich nicht einschätzen, ob das Feuer auf ihres oder eines der anderen Wohnhäuser übergreifen würde. Sie wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte.

Es sei zwar niemand panisch gewesen, aber doch angespannt. Ein Nachbar-Mädchen stand im Schlafanzug draußen, hielt ihren Teddybär fest und fragte: „Papa, was ist hier los?“

Asche auf Fenstern und Autos

Polizei und Feuerwehr machten nach Angaben von Stephanie Süper jedoch einen super Job: „Da kann man echt Danke sagen“, meinte sie am Morgen danach im Gespräch mit unserer Redaktion. Sie seien ohne Blaulicht gekommen und hätten die Bewohner aufgeklärt und beruhigt.

Scheunenbrand in Merklinde: Anwohner verbrachten eine unruhige Nacht

Der Pächter der Scheune zog die Anhänger am Morgen, nachdem der Brand gelöscht war, zusammen mit der Feuerwehr von der Scheune weg. Sie sind ebenfalls stark beschädigt. Im Hintergrund ist das Wohngebiet „In den Kämpen“ zu sehen. © Tobias Weckenbrock

„Reingehen und Fenster schließen“, das war die zentrale Ansage. Die Rauchgase sollten nicht in die Wohnungen ziehen. Gefahr für die Anwohner bestand nach Angaben der Feuerwehr schon zu diesem Zeitpunkt nicht.

Nachbarn folgten den Anweisungen der Feuerwehr

Gesagt, getan: Alle gingen wieder rein, Stephanie Süper in ihr Bett. Sie wurde jedoch stündlich wach, denn die Feuerwehr hatte recht viel zu tun. Es dauerte bis kurz nach 7 Uhr, bis der Brand vollständig gelöscht war.

Auch die noch näher anliegende Anwohnerin Frau Mausbach drückte in dieser Nacht kein Auge mehr zu. Als wir sie morgens um kurz nach 9 Uhr fragten und ihr rieten, dann eben einen Mittagsschlaf zu machen, sagte sie nur: Geht nicht, die Tochter kommt - wir fahren einkaufen. Immerhin: Auch ihr Haus, nur 30 Meter von der Scheune entfernt, blieb unbehelligt.

Zurückgeblieben ist das Skelett der Scheune und jede Menge Asche an den Fenstern und Autos der Anwohner. Und die Kinder? Stehpanie Süper: „Die haben durchgeschlafen.“

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