Feiertag: Wochenend-Einkäufe müssen am Freitag erledigt werden

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Wanderschuhe und Regenjacke für die Herbstferien? Der Wochenvorrat an Lebensmitteln? Wegen des Feiertags sollten Einkäufe am Freitag erledigt sein. Eine Ausweich-Option fällt praktisch weg.

Castrop-Rauxel

, 02.10.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich passt das ja: Das erste Oktoberwochenende steht an, die Monatsgehälter sind überwiesen, noch eine Woche bis zu den Herbstferien. Allerbeste Voraussetzungen, um gemütlich zu shoppen also. Und schließlich verheißen die Wetterfrösche herbstlichen Sturm und Regen – Radtouren oder Ausflüge ins Grüne könnten ungemütlich werden.

Nach jedem „eigentlich“ folgt bekanntlich ein „aber“. Und das verweist auf den 3. Oktober. Der ist seit 30 Jahren der Tag der Deutschen Einheit – also Feiertag. Ergo: Kauflustige und konsumrauschende Castrop-Rauxeler stehen am Samstag vor verschlossenen Ladentüren.

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Diejenigen, die also noch eine Regenjacke, Wanderschuhe oder den neuesten Krimi für den Herbsturlaub ergattern wollen, müssen sich am Freitag (2.10.) nach Feierabend sputen. Gleiches gilt für den Einkauf der Wochenvorräte und das Sonntagsmahl. Wer lieber den Braten in die Röhre schieben als in die Röhre gucken will: Viele Supermärkte haben am Freitag bis 22 Uhr geöffnet.

Einkaufen in den Niederlanden ist keine Option

Nun könnte der eine oder die andere ja auf die Idee kommen: Dann mal ab in die Niederlande. Da ist Samstag kein Feiertag. Und schließlich haben dort die Läden eh an sieben Tagen die Woche geöffnet. Letztlich gelten die grenznahen Provinzen laut Robert-Koch-Institut (RKI) auch nicht als Risikogebiet.

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Doch Vorsicht: Viele Städte und Gemeinden in der Grenzregion haben ein höheres Corona-Infektionsrisiko – mit einer Inzidenzzahl von 50 bis 80 Infizierten pro 100.000 Einwohner und höher. Darauf weist die Bezirksregierung Münster am Donnerstag in einer Pressemitteilung hin. In Nordrhein-Westfalen gelten schon ab einer Inzidenz von 35 oder 50 massive Einschränkungen des Alltags.

Offiziell hat das RKI im Nachbarland die Provinzen Noord-Holland, Zuid-Holland und Utrecht seit 23. September als Risikogebiete eingestuft. Wie der WDR berichtet, bitten die Stadtspitzen beliebter Ziele wie Venlo oder Enschede die Menschen im Ruhrgebiet ausdrücklich darum, nicht zum Einkaufen zu kommen. Und Belgien gilt seit Mittwoch (30.9.) vollständig als Risikogebiet.

Einen Trost – oder besser: Tipp – haben wir für alle, die am Freitag nicht zum Einkaufen kommen. Die Hofläden in Henrichenburg und Deininghausen haben auch am Wochenende geöffnet. Und auf Hof Sanders an der Hebewerkstraße ist Kürbisfest – obendrein mit Lebkuchenherzen und gebrannten Mandeln sowie Kirmesattraktionen für Kinder.

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