Schülerzahlen in Castrop-Rauxel steigen weiter: Eine Schule musste viele Schüler abweisen

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635 Kinder aus Castrop-Rauxel starten im Sommer in die Schulzeit, viel mehr als erwartet. Größte Grundschule bleibt die Marktschule in Ickern. Eine Grundschule musste massiv Schüler abweisen.

Castrop-Rauxel

, 26.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

635 Kinder aus Castrop-Rauxel werden nach den Sommerferien als i-Männchen ihre Schulkarriere starten, 607 davon an den noch zehn Grundschulen der Europastadt. 14 weitere Kinder werden Grundschulen in anderen Städten besuchen, weitere 14 Kinder gelten als noch nicht angemeldet. So ist der Stand vom 15. Januar, wie ihn die Stadt Castrop-Rauxel unserer Redaktion auf Anfrage am Dienstag, 21. Januar, mitgeteilt hat.

Die Zahlen der Castrop-Rauxeler Erstklässler sind also wieder gestiegen. 2019 waren es 608 Schüler, von denen 9 auswärts zur Schule gehen. 2018 gab es 631 Schüler, von denen 12 in einer Nachbarkommune beschult werden.

Prognosen sahen 497 Schüler vor

Damit sind wieder einmal die Prognosen des Schulentwicklungsplanes, der im Jahr 2010 aufgestellt worden war, konterkariert worden. In besagtem Plan hatte es damals unter anderem geheißen: „Bis zum Schuljahr 2021/22 wird die mittlere Jahrgangsbreite der Primarstufe 28 Prozent unter dem Stand des Schuljahres 2009/10 liegen und mit voraussichtlich durchschnittlich 497 Kindern dann nur noch insgesamt 20,7 Züge (Klassen, Anmerkung der Redaktion) umfassen.“

Tatsächlich müssen zum neuen Schuljahr an den Grundschulen insgesamt 25 Klassen eingerichtet werden. Mit den auswärts angemeldeten Schülern und den noch unangemeldeten müssten es eigentlich sogar noch mehr werden.

Wilhelmschule nur zweizügig

Die Wilhelmschule kann zum Schuljahr 2020/21 trotz hoher Anmeldezahlen aufgrund eingeschränkter räumlicher Kapazitäten nur zwei Eingangsklassen bilden. Sie muss somit 20 Abweisungen erteilen.

Wie die Stadt mitteilt, handele es sich bei der Wilhelmschule tatsächlich um eine zweizügige Schule, die aber wegen der hohen Nachfrage in drei von vier Jahren dreizügig läuft und nur in jedem vierten Jahr nur zwei Eingangsklassen bilden kann: Sie verfügt nur über elf Klassenräume.

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In Absprache mit der Schulleitung sowie dem Schulamt Recklinghausen werden an der Grundschule Am Hügel zum 1. August bei einer Anmeldezahl von aktuell 70 Schülern drei Eingangsklassen gebildet. Auch hier handele es sich prinzipiell um eine zweizügige Schule.

Marktschule nimmt 94 Schüler auf

Die größte Grundschule der Stadt bleibt die Marktschule in Ickern. Sie nimmt im Sommer 94 Schüler auf. Es werden vier erste Klassen gebildet.

Die Zahlen im Detail:

  • Waldschule 55 Schüler, 2 Klassen
  • GS Am Busch 50 Schüler, 2 Klassen
  • GS Am Hügel 70 Schüler, 3 Klassen
  • Cottenburgschule 46 Schüler, 2 Klassen
  • Lindenschule 43 Schüler, 2 Klassen
  • Marktschule Ickern 94 Schüler, 4 Klassen
  • Erich-Kästner-Schule 38 Schüler, 2 Klassen
  • Wilhelmschule 56 Schüler, 2 Klassen
  • Elisabethschule 76 Schüler, 3 Klassen
  • GS Alter Garten 79 Schüler, 3 Klassen

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